Browsing Archive Juni, 2012

Yeti V.I.B. 150 – Der ultraleichte Daunenschlafsack für Sommertouren im Test

Leichte Ausrüstung und Bekleidung gibt es seit Jahren aus Görlitz. Die Outdoormanufaktur Yeti stellt für Grammjäger federleichte Daunenjacken und Schlafsäcke her, die beim Trekking oder auf Expeditionen das Gewicht des Rucksack gering halten.

Für Sommertouren bietet der V.I.B. 150 neben einem geringen Gewicht auch noch Flexibilität in seiner Verwendung. Gerade wenn die Nächte im Zelt drückend warm sind und man am liebsten aus seinem Schlafsack entfliehen möchte, kann man beim Yeti VIB 150 den „Mumienschlafsack“ in eine Decke verwandeln.

Außengewebe: SupCell (100% Nylon)
Innengewebe: UltraCell (100% Nylon)
Maß: 192 x 82 x 54 cm (L),
im Packsack: 9,5 x 9,5 x 21 cm
Gewicht: ca. 415 g
Füllung: 150 g,
800+ European Downs 95/5 pro inch3,
US Standard: around 870 inch3,
H-Kammer Verarbeitung
Temperaturangaben:
Comfort +13°C, Limit +9°C, Extrem -3°C

Der Komfortbereich des Daunenschlafsack ist zugleich Segen, als auch Fluch, denn es gibt wohl nur die Hochsommerzeit bei der man den Temperaturbereich des Schlafsack ohne Einwände nutzen kann. Im Falle einer kühlen Nacht im Frühsommer bietet sich hier jedoch weit besser als bei anderen Schlafsäcken die Kombination mit einer isolierten Jacke. In der Regel sollte man in seiner persönlichen Packliste immer etwas in Richtung Kunstfaserjacke oder dem Pendant aus Daune stehen haben. Die Kombination mit einer Daunenweste oder sogar Daunenjacke wäre bei dem Yeti V.I.B. 150 eine sinnvolle und von uns erprobte Erweiterung.

Test auf Tour

Pfingsten liegt bekanntlich in Deutschland nicht im Hochsommer und wenn es auch tagsüber noch so schön warm sein mag, die Nächte sind dann doch etwas frischer. Während man in den frühen Morgenstunden wieder den Schlafsack zu einer Daunendecke verwandeln möchte, so kam es in der Nacht an der Nordsee etwas frischer vor.

Gebettet auf der Therm-a-Rest NeoAir und ganz tief im V.I.B. 150 verkrochen wurde es in der Nacht merklich kühler und der Schlaf unruhiger. In der Nacht zur Daunenweste gegriffen wurde es im Schlafsack wieder mollig warm und der Schlaf deutlich entspannter.

Was vielleicht wie ein No-Go klingen mag, liegt wohl in erster Linie an der geringen Daunenmenge und eventuell auch am Fehlen des Wärmekragens. Vergessen sollte man hier jedoch nicht, dass es sich eben nur um einen Sommerschlafsack und leider nicht um einen Dreijahreszeitenschlafsack handelt. Wärmekragen oder die Wulst hinter dem RV sind dann wiederum Details, die man bei einem klassischen Sommerschlafsack eher selten bis garnicht vorfinden wird. Mittels Kordelzug kann man den Schlafsack nach obenhin auch sehr gut bündig abschließen lassen und die aufwändige H-Konstruktion der Daunenkammern, wie man sie bei Sommerschlafsäcken eher selten vorfindet, lassen Kältebrücken erst einmal nicht aufkommen.

Fazit

Man sollte nicht den Fehler begehen, Äpfel und Birnen zu vergleichen. Der Yeti Daunenschlafsack erfüllt seinen Einsatzzweck mit Bravour, denn er ist ein Schlafsack für den Komfortbereich von +13°C und eben nicht für kühle Herbsttage.

Wer drückend heiße Nächte am Mittelmeer, in Herbergen am Rande des GR221 verbringt, der wird den Schlafsack nicht missen wollen. Verglichen mit dem Cumulus X-Lite 200 bietet der VIB 150 den Luxus ihn komfortabel zu öffnen und als Decke zu nutzen. Auch wenn man ihn nicht komplett öffnen mag, so bietet sich noch die Möglichkeit zumindestens ein Fuß oder gar das ganze Bein am Fußende zu kühlen. Der Zweiwege-RV macht dies möglich.

Auch wenn man für Berg- und Trekkingtouren nicht zu knapp kalkulieren sollte, in der nicht ungewöhnlichen Kombination mit einer Daunenjacke lassen sich die +13°C noch mal um ein paar Grad steigern. Mit einer wärmeren Isomatte wie z.B. der Exped SynMat Ul 7 kann man die Kälte vom Boden auch besser abwehren und wäre eventuell besser gewappnet als bei der klassischen NeoAir. Das Einsatzspektrum dieses Sommerschlafsack lässt sich somit beliebig erweitern.

Wer auf das Gewicht seiner Ausrüstung großen Wert legt und in der Regel als Grammjäger durch das Leben schreitet, der kann mit dem Yeti Schlafsack nichts verkehrt machen. Für die Herbst und Wintermonate gibt es aus dem Hause Yeti deutlich geeignetere Modelle. Wer grob das Spektrum zwischen +9°C und +21°C abdecken will, der findet mit dem VIB 150 einen gelungen Daunenschlafsack Made in Germany.

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Julbo Whoops Zebra – Multisportbrille für kleine Gesichter im Test

Aufmerksam geworden bin ich auf die Whoops-Serie der Firma julbo, da diese speziell für schmale Gesichter konzipiert wurde. Wie oft wurde ich als Brillenträgerin schon von Optikern mit den Worten „Tut mir leid, aber Gestelle für Ihre Gesichtsform führen wir nicht.“ aus dem Laden geschickt oder auf Teenie-Gestelle verwiesen.

Mit der Julbo Whoops Zebra habe ich spontan ein Sportbrillenmodell gefunden, das super auf meine schmale Gesichtsform abgestimmt ist (Maße: Glasbreite 61mm, Stegbreite 17mm, Bügellänge 125mm). Gläser und Bügel schließen so gut mit dem Gesicht ab, dass die Brille auch in Bewegung nicht rutscht und ich auf dem Fahrrad perfekt vor Fahrtwind, Insekten, aufwirbelndem Staub oder kleinen Steinchen geschützt bin.

Das Besondere: Das Modell Whoops ist mit drei verschiedenen Glastypen erhältlich (Spectron-, Polarized– und Zebra-Gläser). Aus Erfahrung kann ich nur über die Eigenschaften der Zebra-Gläser berichten. Die Gläser sind gelb-braun getönt und passen sich der Lichtintensität innerhalb von wenigen Sekunden (22-28 sec.) an. In einem Spektrum von Schutzkategorie 2 bis 4 tönen sich die Gläser dunkel bzw. hellen auf. Von preiswerten selbsttönenden Gläsern wird häufig abgeraten; die Whoops Zebra liegt jedoch  mit ca. 90 Euro in einem verträglichen Preisrahmen und ich persönlich konnte weder während einer Radwanderung an der Nordsee bei strahlender Sonne noch bei einer Tour im Wald Nachteile feststellen. An der Nordsee wurde ich zu keiner Zeit geblendet und konnte unterwegs beim Bäcker Gebäck und Preise problemlos erkennen, ohne im Laden die Sonnenbrille absetzen zu müssen. Noch wichtiger: Im Wald konnte ich – ob Licht oder Schatten – jederzeit die Bodenbeschaffenheit bestens sehen. Neben der Selbsttönung ist das Zebra-Glas mit einem Antibeschlagschutz ausgestattet und zusätzlich mit Öl behandelt, sodass es Schmutz abweist und Wasser abperlen lässt.

Die Whoops Zebra gehört zur Modellserie Speed der Firma Julbo und wurde für diverse Sportarten wie Mountainbiking, Trailrunning und Klettern entwickelt. Verfügbar ist das Multisport-Modell Whoops in verschiedenen Farben von einfarbig bis dekoriert. Je nach Glastyp variieren die Farbgebungen; die hier vorgestellte Whoops Zebra gibt es in den Farben weiß, softschwarz und lila.

Bei Interesse an anderen Modellen der Whoops-Serie verweise ich auf die Internetseite der Firma Julbo:

http://www.julboeyewear.com/de/Products_direct_access/sunglasses/speed_9/whoops_267.html

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