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Sea to Summit Big River Tapered Dry Bag im Outdoor-Testberichte Praxistest

Zum Testen des Sea to Summit Big River Tapered Dry Bag ging es diesmal in die Boote paddeln und segeln.

Sea to Summit Big River Tapered Dry Bag

Mit dem „Big River“ bietet Sea to Summit wohl auf dem ersten Blick ein sehr einmaliges Produkt an, denn es ein praktischer Trockenpacksack in der Form der üblichen Spitzenbeutel.  Der Big River Tapered Dry Bag von Sea to Summit ist dabei speziell für die Nutzung auf oder im Kajak konzipiert, wobei wir auf dem Kajak eher zum Access Deck Bag von Sea to Summit tendieren würden, da man bei der zuletzt genannten Tasche auch während der Fahrt besser an die Ausrüstungsgegenstände kommt und dieser noch mehr Befestigungsmöglichkeiten bietet. Üblicherweise erwartet man solche Taschen in einem Geschäft für Wassersport, man wird jedoch auch schon im Sortiment der Bergfreunde fündig.

Was überzeugen konnte….

Ein Vorteil des Big River Tapered Dry Bag ist seine Form und dass er wahrlich nichts anderes ist, als die klassischen Packsäcke, denn er lässt sich hervorragend in die hintersten Ecken des Kajaks schieben oder eben auf dem Deck unter einem Gepäckband mittels der Schlaufen an den Seiten befestigen. Ein weiterer Vorteil des Big River Tapered Dry Bag ist die Vielseitigkeit, da man ihn wie jeden anderen Auftriebskörper nutzen kann, er aber zugleich noch anders als der typische Auftriebskörper mit seinen ca. 35 Liter Volumen ausreichend Platz für Bekleidung oder Ausrüstungsgegenstände bietet.

Fazit

Der Sea to Summit Big River Tapered Dry Bag passte sehr gut in die Spitzen unserer Kajaks und natürlich auch in die jeweiligen Segelboote. Mit den Hypalon-Schlaufen konnte man die Tasche sicher unter Deck Verstauen oder auf Deck Befestigen. Wie man es auch beim klassischen Packsack gewohnt war, hatte man auch hier den wasserdichten Rollverschluss. Unterm Strich ist der Sea to Summit für Kajaktouren perfekt gewesen. Für die Befestigung auf Deck ist unser Fazit ja, aber andere Taschen wie die „Deck Access“ ist vielleicht für das ständige Kramen darin besser geeignet.Merken

GSI Pinnacle Dualist – Das Rund-um-sorglos Kochset im Praxistest

Editor's choice

Wer in der Natur seine Freizeit verbringt und Touren über mehrere Tage als „Selbstversorger“ plant, sucht sicherlich im Laufe der Jahre ein rundum gelungenes Kochsystem. Auf Bikepacking und Trekkingtouren ist das Platzproblem allgegenwärtig, denn nicht nur, dass man im Vergleich zur heimischen Küche auf einiges Zubehör verzichten wird, die Dinge, auf die man unterwegs jedoch dabei haben muss, sollten nicht zu viel Platz verbrauchen. Eine Lösung auf dieses Problem lautet GSI. Im Sortiment von GSI Outdoors finden sich viele nützliche Accessoires in Form von kleinen Küchenhelfern, die sich klein verpackt in Töpfe verstauen lassen, der Hersteller selbst hat jedoch auch diverse Kochsets, die allein betrachtet schon Packmasswunder sind.

GSI Pinnacle Dualist

GSI Pinnacle Dualist - Fotocredit: GSI Outdoors

GSI Pinnacle Dualist – Fotocredit: GSI Outdoors

Wir sind schon seit geraumer Zeit GSI Fans, denn hier wird man schnell fündig. Wer sich das Sortiment anschaut, wird eine schöne Struktur entdecken können. Nehmen wir unser Set, so gibt es dieses in verschiedenen Materialien. Die Qual der Wahl hängt von den eigenen Vorlieben und Geldbeutel ab. Aktuell hatten wir das GSI Pinnacle Dualist im Test. Hier ist die Teflon Radiance Beschichtung im Inneren des Topfs im Fokus und wohl auch das markanteste Detail. Wer es leichter mag und einen kleineren Topf als ausreichend empfindet, der greift zum Halulite Microdualist. Edelstahlfans greifen statt zum GSI Pianncle Dualist zum ebenso großen Glacier Stainless Dualist.

Die allgemeine Stärke des GSI Systems

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Töpfe für den eigenen Kocher gibt es ja von vielen Anbietern, GSI rückt jedoch umso mehr in den Vordergrund, wenn man sich die übrigen „Sorgen“ anschaut. Ist man vielleicht mit dem Topf fündig geworden, so stellen sich mit Geschirr, Besteck und Co die nächste Herausforderung. Unabhängig wofür man sich entscheiden würde, es darf am Ende in der Regel nicht sonderlich schwer und groß sein. Wer sich nun jedoch für eines dieser GSI Sets entschieden hat, findet neben seinem Kochtopf auch ein umfangreiches Zubehör im Paket. Die allgemeine Stärke dieser Sets ist das „Babuschka“ Feeling beim ersten Auspacken und jedesmal, wenn man auf Tour die Outdoorküche vorbereitet. Eingebettet im Beutel, der zugleich auch die Spülschüssel für das Set darstellt, ist nun der Topf gebettet. Im Topfdeckel ist eine Siebfunktion integriert, so dass man unterwegs auch ein Sieb dabei hat. Nimmt man den umklappbaren Topfgriff vom Deckel, so blickt man unterm Deckel auf ein rundum gelungenes System.

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Wie eine Babuschka Puppe stecken nun jeweils ein mit Neoprensleeve ummantelter Trinkbecher mit Deckel in einer farblich abgestimmten Schüssel. Unter dem Deckel des Trinkbechers ist auch gleich das passende Essbesteck, im Fall von GSI ein klein verpackbarer Spork, der wiederum selbst auch in der passenden Tasche verstaut werden kann. Platz würde später auch ein Kocher in einem der Becher finden. Wer hier die Herausforderung  des ausprobierens scheut, findet bei GSI Outdoors auch Sets, bei denen bereits im Lieferumfang ein Kocher inkl. Windschutz vorhanden ist. Stichwort hierfür ist „GSI Pinnacle Dualist Complete„.

GSI Pinnacle Dualist im Praxistest

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Das Halulite Microdualist hatten wir gezielt für Touren erworben, bei denen wir optimieren wollten. Das geringere Gewicht der drei Sets und der 1.4 Liter Topf klang für uns damals äußerst attraktiv. Nun beim Camping darf es ruhig etwas größer sein und da kommt der 1.8 Liter Topf des Pinnacle wie gerufen. Ohnehin ist es mit Teflon Radiance ohnehin „wie Zuhause“, denn hiermit lassen sich auch gut Speisen kochen, denn genauso gut wie man anbrennen verhindern kann, gleitet der Schmutz von der aalglatten non-stick Oberfläche des Topfes. Kochen im Topf macht so umso mehr Spaß, jedoch haben wir beim Camping eigentlich immer erst die Ruhe, auch mal etwas anderes in den Töpfen zu kochen, als nur Wasser.

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Über das Rundum-Sorglospaket aus aufeinander abgestimmten Schüsseln und Trinkbecher kann man sich bei jedem Einsatz nur wundern, denn gab es vorher immer diverse Verbesserungsansätze zu entdecken, gibt es hier nichts zu bemängeln. Ein beherzter Griff in den Rucksack, Packtasche oder Kiste reicht hier nun aus, um die komplette Outdoorküche in der Hand zu haben. Vorher bedarf es gern diverserer Kramerei in verschiedenen Taschen, um Berghaferl/Tasse und Besteck in der Hand zu haben. Desweiteren gibt es keinen Punkt, den man am System aus Bechern und Schüsseln vermissen würde. Ausgestattet mit einer Messskala ist man bei der Schüssel gut bedient. Mit dem Neoprensleeve verbrennt man sich nicht die Hände am heißen Kaffee, Suppe oder Essen.

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 Fazit

Nonstick ist nicht gleich non-stick und so überrascht auch hier das Teflon Radiance von DuPont™ im positiven Sinne. Auch wenn man es noch nicht auf vielen Touren genutzt hat, so zeigten sich bereits bei gleicher Nutzung an anderen NonStick Sets die ersten Spuren in Form von unschönen Rillen. Das GSI Pinnacle Dualist ist nun seit August beim Segeln und Kanufahren im Einsatz gewesen und wird uns auch noch in den kommenden Wochen bis zum Saisonende an den Wochenenden als optimales Kochset begleiten.

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Für uns ist das Set aber auch allgemein gesehen eine Empfehlung wert, denn auch wenn man sich vielleicht stattdessen für ein Glacier oder Halulite entscheiden mag, interessant sind die GSI Sets schon allein durch ein wunderbar auf einander abgestimmtes Packmass von diversen Teilen, die man auf Tour immer dabei haben sollte. GSI vereint dies alles in einen einzelnen Transportbeutel und flirtet so mit Jedem, der stets zu wenig Platz im Rucksack oder Packtasche hat.

La Sportiva Shadow Top im Outdoor- & Alltagstest

Ob beim Klettern, beim Wandern oder auch nur in der Freizeit, das La Sportiva Shadow W`s Top ist ebenso vielseitig einsetzbar, wie raffiniert in der Optik. Zu finden gibt es das Top u.a. bei den Bergfreunden, die das Top nicht nur in dieser Farbkombi aktuell im Sortiment führen.

La Sportiva Shadow W`s Top

Es gibt durchaus sehr viele Tops auf dem Outdoorbekleidungsmarkt und in der Regel unterscheiden sich die Tops kaum voneinander. Allein im eigenen Kleiderschrank gibt es über ein dutzend Tops, die aus Bio-Baumwolle gefertigt wurden und somit unter umweltfreundlichen Gesichtspunkten hergestellt wurden. Warum man trotz Kunstfaser und Merinohype trotzdem zum Baumwollprodukt greift, ist darin zu sehen, dass die Bio-Baumwolle atmungsaktiv und strapazierfähig ist und zugleich auch ein Faktor ist, der sich im Preis bemerkbar macht. Vielleicht besonders beim Klettern ist die Baumwolle nach dem eigenen Empfinden nach zu urteilen das angenehmere und robustere Material.

Wer das La Sportiva Shadow W’s Top jedoch nur nach seinem Material definiert, übersieht gern das schönste Detail, den gerade die Kapuze offenbart das optische Highlight. Im Schnitt eher regulär geschnitten, bietet die besonders raffiniert geschnittene Kapuze nun der Trägerin zwei Trageweisen. Einerseits kann man sich die Kapuze schön klassisch über den Kopf ziehen und darin nach einem peinlichen Kletterversuch darin verkriechen, andererseits ist die Kapuze durch den Schnitt auch als Schal tragbar und gibt dem La Sportiva Shadow W’s Top gerade für den Alltag das gewisse Etwas. Nicht ohne Grund trägt man selbst das Top auch gern abseits der Felswände beim Sport oder im Biergarten.

Fazit

Das ärmellose La Sportiva Shadow W’s Top ist durchaus ein sommerliches Highlight, dass man nicht nur beim Klettern gerne trägt.

Merken

Neue Wanderschuhe im Praxistest – Keen Wanderer Mid WP – European Made

Editor's choice

In den vergangenen Jahren hatten wir schon die ein oder anderen KEEN Modelle im Praxistest, nun konnten wir einen neuen Schuh der EUROPEAN MADE Familie von Keen unter die Lupe nehmen: Der neue Wanderer WP für Frauen.

Keen Wanderer Mid WP

Im Wanderschuhbereich gibt es eine sehr vielfältige Auswahl an Schuhen & Stiefel. Einerseits hat man inzwischen Schuhe, die sich sehr stark an die klassischen Turnschuhe anlehnen und als solche eben auch nur mit erhöhtem Schaft wirken und andererseits Wanderstiefel, die im Stil der schweren Trekkingstiefel designt wurden, dafür jedoch nur ein Bruchteil wiegen, Stabilität und Tragekomfort müssen darunter jedoch nicht leiden. Der von uns nun einem Praxistest unterworfene KEEN Wanderer Mid WP wäre optisch auf dem ersten Blick eigentlich der typische Trekkingstiefel.

Der Erste Eindruck unterwegs

Auf den ersten Wandertouren im KEEN Wanderer Mid WP fühlt man sich unterwegs durch seine Passform und dem knöchelhohen Schaft genauso sicher, wie  auf Trekkingtouren in den sonst deutlich schwereren und höheren Trekkingstiefel. Der knöchelhohe Schaft der Wanderer Mid WP präsentiert sich ohnehin pfiffig, denn wirft man einen Blick auf diesen, so fällt auf, dass dieser hinten tiefer ausgeschnitten ist und der natürlichen Laufbewegung folgt. Unterwegs genießt man ein hohes Maß an Bewegungsfreiheit, eben wie in jedem Turnschuh.

Passform

Bei der Passform kann man sagen, typisch KEEN. Die Wanderer Mid WP bieten Platz für breite (Vor-)Füße und zugleich Raum für einen hohen Spann. Die Schuhspitze oder vielmehr runde Form lässt dies eigentlich auch schon erahnen. An der Ferse bietet der zuvor genannte niedrige Schaft reichlich Freiraum und sorgt für ein angenehmes Tragegefühl. Ohnehin ist der Wanderer Mid WP wieder ein Schuh, der rundum gut gepolstert und herrlich weich am Fuß sitzt.

Im Einsatz

Wer die Schuhe im Einsatz hat, steht auf einer flexiblen, seitenstabiler Laufsohle. Blickt man auf die Sohlenkonstruktion vom Wanderer WP, so setzt sie sich aus leichtem, flexiblem Polyurethan und kräftigem Gummi (2 Komponenten) zusammen. Diese Kombination sorgt für exzellente Dämpfungseigenschaften mit angemessener Stabilität. Als strapazierfähig und pflegeleicht zeigt sich das Obermaterial des KEEN-Stiefels. Wanderschuhe hat man sicherlich öfters im Einsatz, als z.B. die Trekkingstiefel und so ist der Wanderer ein Stiefel, den man nach einer Wandertour ruckzuck wieder parat hat für die nächste Unternehmung. 

Regen auf Tour muss man zumindest am Fuß mit den Wanderer Mid nicht fürchten. Das „WP“ im Namen verrät es bereits, auch im Wanderer Mid ist die Keen.Dry Membran eingearbeitet. Mit dem feuchtigkeitsleitenden Synthetikfutter der Wanderer Mid hat man auch bei sportlichen Wanderungen ein ausgeglichenes Fußklima. Ingesamt konnte die eingearbeitete Keen.Dry-Membran vollkommen überzeugen, auf Tour hatte nicht nur komfortable Wanderschuhe am Fuß, sondern auch vollkommen wasserdichte Leichtwanderstiefel.

Fazit

Die KEEN Wanderer Mid WP konnten wieder einmal überzeugen. Neben dem Durand und Liberty Ridge ist es nun ein weiterer Wanderstiefel „European Made“, den wir Euch empfehlen können und der einen absolut positiven Gesamteindruck hinterlassen hat.

 

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Jack Wolfskin Exolight II – Kuppelzelt für zwei Personen auf Tour getestet

Editor's choice

Was nimmt man mit auf den Arctic Circle Trail? Unsere Antwort für die Unterkunft lautet das Trekkingzelt Jack Wolfskin Exolight. Im Frühjahr gab es bereits ein ausführliches Review zum Jack Wolfskin Zelt auf unserer Trekkingseite, bei der wir die ersten Eindrücke zum Zelt präsentiert haben, nun kam es auf einer Trekkingtour auf dem 170 Kilometer langen Fernwanderweg an der Westküste Grönlands zum Einsatz.

Jack Wolfskin Exolight II auf dem Arctic Circle Trail

Auf Trekkingtouren, wie eben dem Fernwanderweg an der Westküste Grönlands, ist das Exolight II zwar ultraleicht im Gewicht, dabei aber trotzdem sehr windstabil. Im Labor hielt es z.B. Windgeschwindigkeiten bis 80 km/h stand. Darüber hinaus ist es sehr reiß- und zugfest. Interessant ist der Blick auf das Außenzelt gewesen, das innen mit PU und außen mit Silikon beschichtet war.

Am Abend war es schnell aufgebaut und am Morgen direkt auch wieder fix zerlegt. Per gewohnter Clipfixierung hängt man das Trekkingzelt schnell und einfach ins Gestänge ein. Äußerst praktisch ist es generell auf Tour, dass man das Innen- und Außenzelt als Verbund vorfindet und man so lediglich das Außenzelt einclipt. Das Innenzelt bleibt so nicht nur beim Aufbau stets trocken. Es befindet sich dauerhaft wie unter einem großen Regenschirm und ist so natürlich ideal, wenn man im Regen das Zelt aufbauen muss.

Ebenso praktisch sind die Verstaumöglichkeiten auf Tour, die das Zelt zu bieten hat. Jack Wolfskin spendiert bereits ein Deckenfach, in dem man allerlei Kleinigkeiten verstauen kann. Neben dem Deckenfach bietet das Zelt vier weitere Innentaschen.

Fazit zum Praxistest

Das Jack Wolfskin Exolight II hinterlässt nach dem ACT einen guten Eindruck und empfiehlt sich für weitere Trekkingtouren. Ein einfacher Aufbau mit verbundenen Innenzelt, das geringe Gewicht, die Windstabilität und eben auch die wenigen benötigten Heringe, was mag sich auf Trekkingtour noch mehr wünschen? Mehr Platz bedeutet zugleich mehr Gewicht und größeres Packmass. Demenstprechend hat Jack Wolfskin eine gute Mischung gefunden und zugleich auch 2 Eingänge mit Moskitonetz spendiert.

 

Zur Tour:

In naher Zukunft wird es eine Podcastfolge bei luftpost-podcast.de geben. Dort kann man ein wenig über die Tour auf dem Arctic Circle Trail und Grönland an sich erfahren.

 

Fotocredits: Pi Be, C. Körber, ...

BioLite CampStove – Nicht irgendein Camping-Kocher im Praxistest

Wir hatten vor ein paar Wochen die Gelegenheit einen Kocher zu testen, der zwar nicht die Gewichtsrekorde bricht, dafür aber auf Tour sehr zweckmässig ist.

Kleines Heizkraftwerk für unterwegs!

Der Kocher „CampStove“ von Biolite ist ein kleines technisches Meisterstück, denn mit ihm kann man unterwegs auch seine elektrischen Geräte aufladen. Kochen ist so nicht nur die Essenszubereitung, sondern auch gleichzeitig der erste wetterunabhängige Ladevorgang auf Tour.

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Kochen

Streng genommen ist er ein Holzkocher für Biomasse. Der BioLite Kocher lässt sich so z.B. auch nur als Hobo nutzen, nur dass man mit jedem Kochvorgang das elektrische Potential vergeudet. Für das Kochen werden einfach die 3 Standfüße ausgeklappt und Holz, Papier oder andere brennbare Biomasse über die Öffnung in den Kocher eingefüllt und angezündet. Immer wieder muss man beim Kochvorgang Holz nachladen. In der Regel muss man dabei den Topf vom Kocher nehmen und kommt so erst an den „Trichter“. Durch den Brennvorgang werden die Töpfe wie bei jedem Hobo oder Spirituskocher schwarz.

Strom erzeugen

Um Strom zu erzeugen, bietet der BioLite Campstove nun einen aufsteckbaren thermo-elektrischen Generator. Dieser Generator wandelt die Hitze des Kochers nun in elektrische Energie um, mit der man parallel zum eigentlichen Kochvorgang z.B. sein Smartphone oder GPS-Gerät aufladen könnte. Beim Brennvorgang muss man nur noch den integrierten Ventilator am orangenen Generatorelement einschalten. Es wird mehr Energie erzeugt, desto höher die Temperatur im Kocher ist. Nachgemessen haben wir es nicht, aber die Ausgangsleistung am USB-Anschluss soll durchschnittlich 2 Watt betragen. Um ca. eine Stunde zu telefonieren soll bereits in der Theorie ein Brennvorgang von zwanzig Minuten genügend  Energie liefern.

Im Praxistest

Der kleine Praxiseindruck vom BioLite CampStove ist durchaus positiv, auch wenn man vom Kocher vielleicht zuviel erwartet. Holzkocher haben ihre ganz besonderen Eigenarten. Eigenarten, auf die man sich einstellen kann. Man sollte darauf achten, dass das Brennholz trocken ist, denn nass hat man eine extreme Rauchentwicklung oder neigt zur Verzweiflung.  Mit „Firestarters“ kann man den Kocher schnell anzünden, ohne diese „Firestarters“ dauert es wie beim heimischen Holzkohlegrill etwas länger.

Der eigentliche Ladevorgang vom elektronischen Gerät klappt, jedoch nur so gut, wie man auch nur ein einfaches Mobiltelefon auflädt. Moderne Smartphones sollten sich im Flugmodus oder ausgeschaltet befinden, da sonst die Aufladewirkung nur gering ausfällt. Vergleicht man dies jedoch mit einem Solarpanel in ähnlicher Preislage, so ist der Kocher im Vergleich gar nicht mal so schlecht.

Kleines Manko ist vielleicht das Packmass und das Gewicht in der Praxis. Beim Camping ist der Biolite Camp-Stove Kocher optimal, da sich dort weniger das Gewicht und das Packmass negativ auswirkt. Auf Trekkingtouren tendiert man aber eher zum Kocher, den man auch in dem verwendeten Topf verstauen kann. Blickt man auf das Sortiment von BioLite, so gibt es aber auch hier speziell einen Topf, in dem man den Kocher verstauen kann.

BioLite Campstove im Praxistest 001

  • Kochzeit: 1 Liter Wasser nach ca. 4,5 Minuten
  • Lieferumfang: Biolite Camp-Stove Kocher, USB-Kabel, Bedienungsanleitung, Anzünder, Transporttasche.
  • Technische Daten:

Gewicht: 935 g
Maße: 205 x 128 mm Ø
Leistung: variiert nach Brennstoff
Brennstoffe: Holz,Papier, etc.

Fazit

Biomasse findet man unterwegs fast immer, insofern ist der BioLite Campstove ein Kocher, den man überall verwenden kann. Neben dem ohnehin fälligen Kochen kann man bequem noch seine Elektrogeräte aufladen.

Smartphone zu 100% aufladen bei jedem Kochvorgang wäre zu schön um wahr zu sein. Den ohnehin beim Kochvorgang angefallenen Brennstoffverbrauch kann man aber mit dem BioLite Kocher nun auch dafür verwenden, um wenigstens etwas für den Akkustand vom GPS-Gerät und Smartphone. In diesem Punkt ist der CampStove

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Optimus Crux – Gaskocher mit einklappbaren Brennerkopf im Test

Der Optimus Crux im Praxistest in der Outdoor-Küche, wo ein leistungsstarker Gaskocher mit kleinstem Packmass benötigt wird. Inzwischen ist der Crux so etwas wie ein Klassiker, denn es gibt den Kocher der schwedischen Marke Optimus schon seit mehreren Jahren und auch wir hatten den Kocher im Outdoorseiten Netzwerk bereits an mehreren Stellen vorgestellt, getestet haben wir den Kocher nun im mehrtägigen Einsatz auf dem Bloggertreffen der Bergfreunde in den Bergen.

Optimus Crux

Optimus Crux im Überblick

Optimus Crux im Überblick

Der Optimus Crux war zu seiner Markteinführung der ultimative Kocher für das Ultralight-Trekking. Inzwischen ist er mit seinen 83 g zwar immer noch sehr leicht, aber schon der Crux Lite der gleichen Marke oder eben die Kocher von EOE sind noch mal in der Zwischenzeit leichter geworden.Was jedoch geblieben ist, sind sein minimales Gewicht und das kleine Packmass mit der ausgezeichneten Kochleistung.

Bajonettverschluss vom Optimus Crux

Bajonettverschluss vom Optimus Crux

Was damals wie heute jedoch das faszinierendste Element am Kocher ist, kann man beim Transport erleben, denn durch den innovativen, einklappbaren Brennerkopf sitzt der zusammengeklappte Optimus Crux beim Transport platzsparend im Hohlraum der mitgenommenen Gaskartusche.  Durch den Bajonettverschluss unterm Brennerkopf kann man diesen nun flach an den Kocherfuß klappen. Die Neoprentasche vom Kocher stülpt man dann einfach über den Boden und befestigt ihn dann auf der anderen Seiten am Deckel.

Optimus Crux im Praxistest

Optimus Crux im Praxistest

Blickt man nun auf die Leistung des Gaskocher, so wird einem bei durchschnittlicher Brenndauer mit einer 220 g Gaskartusche bis zu 60 Minuten volle Leistung geboten. Die Leistung selber wird beim Optimus Crux mit bis zu 3000 Watt angegeben.  Natürlich abhängig vom Klima, Höhe etc. würde  die durchschnittliche Kochzeit für 1 l Wasser nur 3 Minuten betragen.

Brennstoff Butan/Propan Gaskartuschen
Durchschnittliche Brenndauer bis zu 90 min bei voller Leistung (230 g Gaskartusche)
Durchschnittliche Kochzeit für 1 l Wasser ~ 3 Minuten je nach Klima, Höhe etc.
Gewicht (g) 83
Im Lieferumfang enthalten Brenner, Ventil und Schutztasche
Leistung (BTU) 10200
Leistung (W) 3000
Masse (cm) 8,4 x 5,7 x 3,1
Technologie Gas

Fazit

Der Optimus Crux hat sich in dem mehrtägigen Testevent von seiner besten Seite zeigen können. Auf den ausklappbaren Topfauflagen haben in den Tagen auch größere Töpfe einen guten Stand gehabt, auch wenn hier natürlich ein geringerer Schwerpunkt wiederum mehr Sicherheit bietet. Mit dem ebenso klappbaren Brennerkopf kann man den ohnehin anfallende Platz unter den Kartuschen sinnvoll ausnutzen und hat so den Kocher schön griffbereit auf Tour.

Sicherlich gibt es leichtere Kocher, für uns ist der Optimus Crux aber immer noch ein zuverlässiger Klassiker, bei dem man auch auf Trekkingtouren die Piezo-Zündung nicht vermissen würde.

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Falk LUX 22 – Einsteiger-Outdoor-Navigationsgerät von Falk im Test

Die Redaktion hat ein Outdoor-GPS Gerät auf Touren im Winter und Frühjahr von Falk getestet, natürlich ein Modell zum universellen Einsatz draußen in der Natur. Dem Falk Lux 22 haben wir beim Wandern, Radfahren und Geocaching mal einiges abverlangt und stellen Euch nun mal in Form eines Testbericht dar, wie sich das Navigationsgerät auf Tour geschlagen hat.

Falk LUX 22 im Praxistest

Falk LUX 22 im Praxistest

Es gibt viele GPS-Geräte, Modelle für den kleinen Geldbeutel und natürlich auch welche für den großen Geldbeutel. Das Lux in der Bezeichnung „22“ ist eher das Modell für den kleinen Geldbeutel, bei dem man Abstriche machen muss, diese sich jedoch in einem Rahmen bewegen, wo GPS-Neulinge auch erst einmal nicht den großen Wert legen würden. Anders als z.B. bei den Einsteiger-Geräten von Garmin beginnt hier das Sortiment der Geräte in der Basisversion mit einer farbigen Kartendarstellung. Das Einsteigergerät hat sogar bereits eine vorinstallierte Basiskarte Plus, die Modelle LUX 30, 32 und 40 wiederum eine Premiumkarte.

Karte

Links: Premiumkarte beim Falk IBEX 30 Rechts: Basiskarte Plus beim Falk Lux 22

Links: Premiumkarte beim Falk IBEX 30 Rechts: Basiskarte Plus beim Falk Lux 22

Wer zuvor schon mal die Premiumkarte in einem IBEX besessen hat, wird diese nun beim LUX 22 vermissen. Sie ist für die ersten Schritte mit einem Outdoor-Navigationsgerät vollkommen ausreichend, bietet jedoch nicht diese kontrastreiche Farbtiefe, Kartendetails und wohl auch die POIs. Letztere sind jedoch auch in der Basiskarte ausreichend vorhanden. Die Schutzhütten und Unterstände werden auch hier wieder angezeigt, lediglich die Kartendetails wie Laub-, Mischwald, Lichtung oder dergleichen kommt bei der Basiskarte dann doch etwas zu kurz.

Kartenausschnitt bei der Basiskarte Plus

Kartenausschnitt bei der Basiskarte Plus

Das Falk LUX 22 kann beim Radfahren überzeugen, deutlich schöner ist es jedoch beim Wandern oder Bergsteigen, wo man das Gerät überwiegend in der Hand hält. Mehr überzeugen beim Radfahren kann jedoch das IBEX 30 durch sein größeres Display. Das LUX punkten dann wiederum eher durch seine Handlichkeit.

Bedienbarkeit

Einfach handlich, das Falk LUX 22

Einfach handlich, das Falk LUX 22

Die seitlichen Tasten öffnen einmal das Menü, um die Helligkeit und den Ton einzustellen bzw. der untere Knopf startet oder pausiert die Trackaufzeichnung.

Beispiel für das Menü vom Falk LUX 22

Beispiel für das Menü vom Falk LUX 22

Auf dem Display seht Ihr sicherlich in den Bildern im unteren Bereich Symbole. Auch hier hat man direkten Zugriff auf das Live-Höhenprofil, den Kompass oder eben auf das eigentliche Menü. Bewerten würden wir die Bedienbarket als außerordentlich gut, denn so als kleines Beispiel kann man die Menüpunkte selbst anordnen und somit Regie führen, welche Punkte einem wichtig und welche unwichtig erscheinen. Das Blättern durch die Menüseiten entfällt dann wiederum. Auch gut, zugleich aber auch ein Detail, was vielleicht auch unnötig die Anzahl der Menüpunkte nach oben treibt, das Drücken der Symbole schaltet jeweils die Funktion ein bzw. aus. Eine Liste mit Auswahlkästchen würde die Anzahl der Menüseiten verkleinern, andererseits sieht man anhand der Bilder als Anfänger genau, was die jeweilige Auswahl bewirkt.

Energieversorgung

Zwei eneloop Akkus - Typ AA, darunter der Slot für eine optionale MicroSD und der verdeckte USB-Anschluss

Zwei eneloop Akkus – Typ AA, darunter der Slot für eine optionale MicroSD und der verdeckte USB-Anschluss

Beim Punkt Energieversorgung muss man ja immer abwägen, wo verwendet man das GPSGerät, kann ich es unterwegs aufladen, brauch ich Akkus oder Batterien, usw. Das Lux ist eher das Gerät für Wanderungen, mit Blick auf das Kartenangebot an Premiumkarten so lassen sich bereits Trekkingtouren auf Mallorca, Bergtouren in den Alpen usw. durchführen, was man hier in der Regel nicht immer zur Verfügung hat, wäre eine Steckdose. Insofern ist der Blick ins Batteriefach erfreulich, denn hier passen zwei normale AA-Batterien bzw. Akkus hinein. Unter Umständen und natürlich abhängig von der jeweiligen Ausrüstung, hat man nun mit Stirnlampe, Fotokamera und nun GPS-Gerät, alles Geräte mit auf Tour, die eine gemeinsame Batteriesorte benötigen. Ein spezielles Akkuladegerät muss man so gar nicht erst mitnehmen.

Energie im Blick und zugleich auch das Auswahlmenü für die Batteriesorte

Energie im Blick und zugleich auch das Auswahlmenü für die Batteriesorte

Vorinstallierte Daten

Das Gerät bietet für den ersten Einstieg ein paar vorinstallierter Daten. In erster Linie beschränkt sich dies jedoch beim Lux 22 in der Anzahl der POIs. Hatte das IBEX bereits vorinstallierte Routen oder Radwege spendiert bekommen, gilt hier nun bei diesem Modell die Eigeninitiative. Dank gpsies und auch so einen Haufen an frei erhältlichen Tracks, kann man auch ohne diese Beilage das Gerät mit nützlichen Routen füttern.

Touren planen mit dem Falk LUX 22

Touren planen mit dem Falk LUX 22

Aber warum füttern, wenn man sich doch an seinem Standort direkt ein Rundkurs erstellen lassen könnte?

Trotz dieser Möglichkeit spontan eine Tour zu planen und eben neben Tracks auch Caches aufs Gerät zu ziehen, würde man spontan bei den Partnerlogos im Startscreen und dem doch mehr versprechenden „Geocaches“ Auswahlmenü irgendwie mehr erwarten. Das beim Lux 22 gebotene ist irgendwie paradox im Bezug auf die Zielgruppe, denn hier stehen ja die Anfänger im Vordergrund. Ein Anfänger will jedoch wohl in erster Linie loslegen und da nimmt man das laden der Akkus in Kauf, dass dieser Anfänger nun sich erst noch Caches und Tracks beschaffen muss, ist etwas fahrlässig, denn nicht jeder GPS-Anfänger weiß direkt, wo und wie er die Daten findet und wie er sie auf das Gerät bekommt. Wären nun wie beim IBEX 30 gut 20 Tracks im Bundesgebiet eingetragen, könnte man sich weitaus besser mit dem Gerät auseinander setzen.

Geocaching mit dem LUX 22

Geocaching mit dem LUX 22

Testfazit zum Falk LUX 22

Preislich ist das Falk LUX 22 ein guter Einstieg in die Outdoor-Navigation mit GPS. Getestet haben wir es nicht, durch Premiumkarten kann man die Basiskarte Plus für einige Regionen aufwerten und z.B. mit Karten wie von MagicMaps kann man auch Vektorkarten nutzen, die dann vielleicht auch schöner ausschauen.

Gerade für Anfänger hätte man sich jedoch vielleicht etwas mehr „vorinstalliertes“ gewünscht, wo wir Anfängern eigentlich viel eher das im Umfang größere Lux 32 empfehlen würden. Hier wird man wohl besser die ersten Schritte machen können, das Lux 22 ist dann eher etwas für diejenigen, die kurzfristig sparen und im Anschluss mehr Geld ausgeben wollen.

Tourauswertung im Anschluss

Tourauswertung im Anschluss

Zusammenfassend kann man sagen, die Lux Baureihe hat uns sehr gut gefallen und diese GPS-Geräte können wir mit Blick auf das 30 auch sehr empfehlen, mit dem 22 würden wir auf Dauer jedoch nicht glücklich und da wäre mindestens die Erweiterung des Geräts um eine Premiumkarte Pflicht.

Alle Bilder zum Falk LUX 22

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Optimus Vega – Der Gaskocher nicht nur für Wintereinsätze im Test

Auf HikingGear hatten wir über den neuen Gaskocher aus dem Hause Optimus bereits zur letzten OutDoor ausgiebig berichtet, nun ist es an der Zeit ihn auch mal in der Praxis zu präsentieren. Gute Neuigkeiten gibt es dabei auch für Euch, denn nun schreibt man auch hier wieder über ein Produkt, dass es nun auch tatsächlich im Handel gibt.

Wer seine Touren plant, der steht bei den Planungen immer vor festen Eckpfeilern. Zum einen ist es die Schlafsack- und Zeltwahl, dann sicherlich nicht weniger aufwendig die Suche nach der passenden Outdoorbekleidung und letztendlich ist noch der Punkt der Outdoorküche offen. Vor der ersten Tour hat man sicherlich noch den Luxus, dass man überhaupt noch keinen Kocher besitzt, hat man jedoch schon einige Touren hinter sich, so stellt sich dann nur noch die Frage, ob der bestehende Kocher auch zur geplanten Tour passt.

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Für winterliche Touren gibt es auch inzwischen beim Gaskocher Konzepte, womit man auch bei besonderes tiefen Temperaturen kochen kann. Auf Tour hatten wir nun mal den Optimus Vega dabei, der mit einem Handgriff zum Flüssigbrennstoffkocher fungiert und so auch im Winter für heiße Speisen sorgen kann. Richtig auf Herz und Nieren haben wir ihn dann mal im Schneeeinsatz getestet, wo die Gasleitung auch schon mal durch den Schnee verlief und der Kocher selbst auch darin stand.

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Wenn man sich diesen Vorzug des Wintereinsatz anschaut, denkt man bei der Textform sicherlich an einen schweren Kocher, der sich wohl im hinteren Mittelfeld der Grammangaben aufhält. Das Gegenteil ist jedoch der Fall, denn mit 178 g ist er der zugleich leichteste Gaskocher mit Schlauchanschluss, den man so in den gängigsten Outdoorläden bekommen kann. Schwerer ist mit 198g zum Beispiel auch schon der Primus Express Spider Stove, der auch schon recht leicht wirkt und bei dem man jedoch auf diese Winterqualitäten verzichten muss. Dementsprechend kann man mit Blick auf die Konkurrenz behaupten, dass er einer der leichtesten Kocher seiner Klasse ist.

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Optimus bleibt sich selber treu, denn wie auch schon die Aufschraubkocher glänzt der Standkocher mit filigranen Reglern und leichten Materialien. Die drahtigen Standfüsse sind z.B. im Ventilgehäuse bereits integriert und müssen nur noch ausgeklappt werden. Bei Nichtgebrauch sind die Standfüsse in geklappter Position durch die Materialdicke wiederum alles andere als sperrig und noch dazu auch keine losen Teile. Nichts wäre ärgerlicher, als wenn sich der Kocher unterwegs zerlegen würde und man die losen Teile am Ende der Etappe letztendlich verloren hat.

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Verpackt wird der Optimus Vega in einem eigenen Packbeutel, der beiliegende Windschutz kann ebenfalls darin verstaut werden. Gerade der Windschutz bietet auch wieder zwei erwähnenswerte kleine Details an, die das Kochen unterwegs erleichtern. Für einfaches Handling ist der Windschutz mit abgerundeten Ecken ausgestattet und da es eine Fülle an Kochtöpfen gibt, besitzt der Windschutz zwei Einstelloptionen. Mit diesen Auswahleinstellungen kann man die Grösse des Windschutz dem Kochtopf optimal anpassen und so effizienter kochen. Wir haben mal für unsere Tests jedoch mangels Wind in der Regel auf den Windschutz gut verzichten können.

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Zum Stichwort Effizienz sei gesagt, dass der Kocher für 1 Liter Wasser ca. 4.5 Minuten Kochzeit im Durchschnitt benötigt. Der bereits angesprochene Primus Kocher ist dabei gemäß seinem Datenblatt nicht schneller, bei Kälte hat wiederum der Optimus Gaskocher seine Nase vorn. Die Gaskartusche mit einem Dreh auf den Kopf stellen und schon erfolgt die Brennstoffzufuhr nicht mehr mit Gas, sondern in flüssiger Form. Was nun erfolgt, wäre der Turbo für Kochleistung, denn die Flüssigbrennstoffzufuhr erhöht die Kocherleistung bei tiefen Temperaturen und verringert um bis zu 20% die Kochzeit. Auch fern dieses integrierten 4-Saison-Modus ist er aber schon ein flotter Kocher. Der Brennsparmodus im normalen Kochbetrieb ohne umgedrehter Gaskartusche ist so z.B. ideal für ein präzises Köcheln und dies bei optimierter Gaszufuhr. Nicht weniger wichtig ist der Blick auf die Brenndauer, denn gerade wenn man in den bereits erwähnten Planungen für die Tour steckt, darf man die Brennstoffmenge nicht aus den Augen verlieren. Als Vergleichsmass gilt eine 230 g Butan/Isobutan/Propan Gaskartusche womit man beim Optimus Vega immerhin bis zu 160 Minuten bei voller Leistung köcheln kann. Vorsichtig sollte man mit den Werten aber trotzdem sein, denn es kommt ja auch immer auf das Kochverhalten an. Manchmal will man eben nur fix das Wasser auf die gewünschte Temperatur bringen, als Gourmetkoch on Tour hingegen legt man vielleicht mehr Wert auf ein ein präzises Köcheln und weniger auf „so schnell wie du kannst“. Vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig ist dabei dann jedoch der ebenfalls filigrane Regler, an den man sich mit der Zeit auch gut gewöhnen kann. Ob man den Kocher nun in den Schnee stellt oder ihm eine kleine Schneise freiräumt hat an sich keine großen Auswirkungen gehabt. Der Kocher stotterte anfänglich etwas, aber ansonsten verrichtete er perfekt seine Arbeit.

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Fazit

Der Optimus Vega ist ein Kocher, den wir für viele Outdooraktivitäten empfehlen können. Das sicherlich schönste Detail an ihm ist die Mischung aus Gewicht und kleinem Packmass, denn hier stellt sich eigentlich gar nicht die Frage nach der Wahl des Kochers. Natürlich kann man für 100 g weniger einen Aufschraubkocher wählen, hätte dafür aber nicht die Wintertauglichkeit in diesem Umfang, den niedrigen Schwerpunkt und bequeme Bedienbarkeit. Der Schwerpunkt ist z.B. neben dem Gewicht auch ein Massstab, wo der Vega der Klassenprimus ist. Beim Vega befindet sich wie bei den Standkochern sonst auch üblich der Regler z.B. an der Gaskartusche auf Abstand zum eigentlichen „Brandherd“, bei Aufschraubkocher muss man hingegen meist unter die Flamme greifen.

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Nimmt man nicht nur diese Vorzüge, so ist der Vega an sich schon ein guter Kompromiss für Touranfänger, denn er füllt die Lücke zwischen den technisch oft anspruchsvollen Benzinkochern und den bei Minustemperaturen nur beschränkt einsetzbaren Gasbrennern. Wer gerade mit einem begrenzten Budget die Ausrüstung und Kleidung kaufen muss, kann sich so schon einen Kocher sparen. Preislich ist man bei unter 100 €. Bei Outdoortrends lag der Kocher gerade bei 94,90 €. Nicht ganz billig im Vergleich zu einer Anfängerausrüstung, dafür aber umso empfehlenswerter mit Blick auf ein langes Outdoorleben.

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66°North Snaefell – Hardshell mit Polartec NeoShell im Praxistest

Es gibt Dinge, die sind rein von ihrer Herkunft immer schon mit einer gewissen Wertung in positiver, als auch negativer Form behaftet. Nehmen wir mal die Merinowolle. Eine oftmals gelesene „Wertung“, die man einmal unkommentiert stehen lassen mag, ist z.B. folgende: Aufgrund der klimatischen Bedingungen sind Schafe aus Neuseeland diejenigen, die die besten Fasern aus Merinowolle liefern. Überlegt man nun mal spontan über unseren hohen Norden in Europa und sagt das heraus, was einem spontan über Island einfällt, so haben wir sicherlich auch „wunderbare Landschaften“, „raues Wetter“, „stürmisch“ und „verregnet“. Ist man sich nun bewußt, dass 66°North eine Marke aus Island ist, so liegt die Hoffnung nah, dass sie durch ihre geographische Lage es auch verstehen nah an den Bedürfnissen erstklassige Regenjacken herzustellen. Mit der 66°North Snaefell wagen wir mal unsere erste persönliche Tuchfühlung mit der Marke und sind zugleich mit den Tests der Jacke nicht allein, denn auf der ispo war die Jacke u.a. schon der Gewinner der ispo Outdoor Awards 2011.

Mit so viel Vorschusslorbeeren ausgestattet, ist es natürlich nicht leicht dieser Erwartungshaltung gerecht zu werden. Widmen wir uns daher erst einmal der Marke 66°North. Die isländische Marke ist eigentlich keine allzu neue Marke auf dem Bekleidungsmarkt, denn 2011 feierte die Brand ihr 85-jähriges Bestehen. Ursprünglich gab es von der Marke, die seit 1926 produziert überwiegend Arbeitskleidung. Kleidung für höchste Ansprüche, aber zugleich auch robust. Hinzu kam seit einigen Jahren auch die Alltagskleidung im Lifestylebereich, die funktionell, aber trotzdem noch sehr straßentauglich ist. Bis hierhin könnte man bei uns in Deutschland spontan an eine Marke aus Norderstedt denken, wären da nicht noch die besagten Produkte aus der Outdoorbekleidungslinie, wie die zuvor angesprochene Snafell Jacke.

Bei der 66°North Snaefell hat man hierzulande dank dem ispo Award nicht mehr ganz einen Geheimtipp in den Händen, die Marke selbst mischt inzwischen auch ganz gut mit im Bereich der hochqualitativer Sport- und Freizeitbekleidung, liegt in der öffentlichen Wahrnehmung aber noch etwas zurück. Wir wollen nun an der 66°North Snaefell zeigen, ob dies unbegründet oder zurecht so ist.

66°North Snaefell Jacket

 

Rein die Optik und somit der erste visuelle Eindruck verrät, dass man hier eine sehr technische Hardshell in den Händen hält. Nimmt man allein die Anordnung der Taschen, so erkennt man den Gedanken an dem Einsatz mit Klettergurt bzw. Rucksack, besondere Details wie eine kleine Kartentasche am linken Ärmel oder der athletische Schnitt mit verlängerten Rücken. Interessant ist die Jacke ohnehin, aber durch den Einsatz von Polartec® NeoShell® ist die Jacke natürlich im Warenangebot der Shops schon einmal eine kleine Abwechslung zu den vielen anderen Jacken mit GORE-TEX® Membranarten. Nun gibt es seit vielen Jahren von GORE-TEX® immer mal wieder Vorstöße im Bereich der hohen Atmungsaktivität und Feuchtigkeitsregulierung im Inneren, mit NeoShell® ist nun die passende Antwort von Polartec® im Bezug auf Gore-Tex® Active-Shell® auf dem Markt und zuerst in der Snaefell zum Einsatz gekommen. Widmen werden wir uns daher sowohl dem Snaefell Jacket, als auch der Polartec NeoShell Technologie.

Wollen wir uns erst einmal der Membran widmen, denn wie wir nachfolgend noch erklären werden, ist eine NeoShell Jacke auf dem zweiten Blick nicht gleich eine NeoShell Jacke. Man muss vielleicht darauf hinweisen, dass es aus unserer Sicht eigentlich zwei Gruppen von NeoShell Jacken gibt. Beide Arten haben wir bei uns im Netzwerk auch schon mal vorgestellt, daher hier der markante Unterschied mal in Kurzform: Das Snaefell Jacket fällt unter die NeoShell Kategorie „Hardshell“, hat ein Nylon Außenface und ein Polyester Trikot-Lining auf der Innenseite. Das auf HikingGear.de vorgestellte Jammu Jacket von The North Face ist wiederum aus der Softshell Variante von Polartec NeoShell mit einem Velour auf der Innenseite. Bei der Haptik gibt es hierbei folglich Unterschiede, in der Wassersäule gibt es jedoch keinen Unterschied. NeoShell hat immer eine Wassersäule von 10.000, die jedoch im Laufe der Zeit auf 5.000 runter gehen könnte. Auch mit einer Wassersäule von 5.000  wäre die Jacke nach den geltenden Definitionen immer noch absolut wasserdicht. Wer also im Laden zuerst das NeoShell Label sieht und sich wundert, warum nun zwei Jacken mit derselben Membran sich unterschiedlich anfühlen, dem sei nun zuvor die Erklärung gegeben.

Wer also aufmerksam mitgelesen hat, der wird nun beim Blick in die Jacke feststellen, dass man hier die typische Innenansicht der besagten Hardshell vorfindet. Kein Velour, dass an Microfleece erinnert, dafür aber eine Struktur, die genauso weich und angenehm auf der Haut ist, jedoch nicht noch zusätzlich wärmt.

Bild: Polartec

Bild: Polartec

Das Geheimnis hinter Polartec® NeoShell® ist ein neues Entwicklungsverfahren, bei der nun eine neue wasserabweisende, mikroporöse Polyurethan-Membran kombiniert wird mit einer streng regulierten Porengrößen. Dabei hat man nun im Endeffekt von einer Polyurethanbeschichtung die Haltbarkeit und Dehnbarkeit und zugleich von einem mikroporösen Gewebe die Atmungsaktivität. Nimmt man nun z.B. im Laden eine herkömmliche Membranjacke und zugleich auch eine NeoShell Jacke in die Hand, so wirkt die letztere Jacke bereits weicher und flexibler. Der Stoff ist elastischer und wirkt selber nicht wie eine klassische Hardshell. Durch den zuvor angesprochenen Aufbau der Membran ist in der Theorie ein positiver Luftaustausch entstanden. Im klassischen Membranaufbau kann nur der Wasserdampf nach außen dringen, hier wirkt alles etwas luftiger, so dass Kondenswasserbildung zuverlässig verhindert werden kann. Anders ausgedrückt ist man hier auch nicht mehr auf ein Temperaturgefälle angewiesen, wo je nach Größe die herkömmlichen Membranjacken mal besser und mal schlechter in ihren Leistungen abgeschnitten haben.

Blickt man nun weg von der Membran auf die eigentliche 66°North Jacke, so entdeckt man zumindestens in unserem Testobjekt eine einwandfreie Verarbeitung. Die Nähte, oftmals Schwachstellen einer Hardshell, sind ordentlich abgeklebt und auch die Reißverschlüsse sind allesamt gegen Nässe abgedichtet. Bei den Belüftungstaschen hat man natürlich auch an die typischen Zippergaragen gedacht und überlässt nichts dem Zufall.

Test auf Tour, im Herbst und Winter

Das isländische Rescue-Team unter der Leitung von Leifur Örn Svavarsson hat mit der Erfahrung bei der Entwicklung der Jacke mitgewirkt und so will ein Produkt der Arctic Edition von 66°North natürlich nicht in Stadtparks, sondern auf Trails bei jedem Wind und Wetter getestet werden. Gemäß den Aktivitäten im Outdoor-Netzwerk haben wir in verschiedenen Einsätzen versucht der Jacke mal Schwachstellen zu entlocken.

Beim Wandern….

Natürlich vollkommen unterfordert ist die Jacke im Einsatz beim Wandern. Reizvoll ist es jedoch für uns aber, um sich mal mit der Jacke fern von ablenkenden Rucksäcken oder Klettergurten mit der Snaefell zu beschäftigen.

Auffallend ist der Schnitt der Jacke, da dieser bezogen auf unsere Damenjacke besonders ergonomisch geformt gewesen ist und sich solo sehr gut tragen lässt. Der Rücken ist hierbei etwas länger, was natürlich bei bewegungsintensiven Aktivitäten, beim Tragen von Rucksack oder Klettergurt usw. positiv auswirkt. Nicht ganz unwichtig ist hier der Blick auch auf den Kragen, muss er auf Tour doch den Hals vor Kälte und Nässe schützen. 66°North ist hierbei recht großzügig gewesen und zugleich vorbildlich, da der Kragen recht hoch reicht und mit Kinnschutz ausgestattet ist. In Kombination mit einem Schal oder Kragen vom Midlayer ist man auch im Winter gut vor kaltem Wind geschützt. Oberhalb des Kragens kann man sich natürlich schon der Kapuze widmen, wir werden dies jedoch im Zusammenhang mit anderen Aktivitäten erst später erledigen.

Über einen Kordelzug im Saum auf der Innenseite kann man die Jacke gut regulieren. Anders als man es jedoch inzw. von immer mehr werdenden Jacken kennt, geschieht diese Einstellung jedoch noch am Saum direkt und nicht über die Innentaschen.

Im Dauerregen ohne Rucksack sieht man das Wasser sehr schön abperlen. Verglichen mit Active Shell sind die Wassertropfen vielleicht nicht ganz so rund, aber das wäre schon wieder quängeln auf hohen Niveau und eher ein subjektiver Eindruck fern eines wissenschaftlichen Tests. Unterm Strich ist man aber fern der Tropfenbeobachtung sehr gut vor anhaltender Nässe geschützt, wobei wir hier nun uns in der Jacke drei Stunden Schneeregen, ergiebigen Schneefall und 5 Stunden Dauerregen ausgesetzt haben. Egal in welcher Konsistenz man sich nun der Nässe auch ausgesetzt haben mag, im Innern hat man davon nichts feststellen können. Einen Unterschied zwischen den Wassersäulen hat man nun bei dieser Aktivität nicht wahrnehmen können.

Beim (Winter-)Trekking….

Eine kleine dezente Steigerung der Ansprüche gibt es beim Trekking. Hier haben wir natürlich den Aspekt des Wetterschutz besonders zu berücksichtigen. Während man bei einer kleinen Tagestour lediglich wenige Stunden die Outdoorbekleidung am Leibe trägt, muss man sich beim Trekking schon mal mehrere Tage bis hin zu mehreren Wochen auf seine Kleidung verlassen können. Nehmen wir mal die Trocknungsphase, es hat auf Tour den ganzen Tag geregnet, die Jacke ist von außen deutlich nass und am anderen morgen muss die Jacke spätestens wieder zum Einsatz kommen. Wirkt das weiche Material noch so, als würde es Feuchtigkeit nach außen hin länger halten, so ist die Jacke auch auf der Außenseite ruckzuck trocken und wieder einsatzbereit.

Mit Blick auf den Rucksackeinsatz gibt es an der Jacke nahtlose Schulterstücke zu entdecken, die eine optimale Bewegungsfreiheit gewährleisten sollen und zugleich unangenehme Reibungen bzw. Druckstellen, die sonst bei Schulterträgern und Nähten auftreten können, verhindert. Ebenso schon beim Rucksackeinsatz und in den Gedanken an einem Einsatz auf langen Trekkingtouren lohnt sich hier schon der Blick auf die Kapuze. Dank zweifachen Einstellmöglichkeiten ist die Sicht während einer Regentour nicht behindert. Die verstellbare Kapuze bietet mit Blende und Verstärkung im Schirm die nötige Starrheit und Möglichkeit, dass sich das Sichtfeld bei Bewegungen nicht ändert. Zum individuellen ändern der Kapuze gibt es hier wieder die bekannten Einstellmöglichkeiten in Form von Kordelzügen.

An den Ärmelbündchen findet man wie bei einer 3-Lagen-Hardshell schon fast zum Standard gehörend, die Verstellung mit Klettverschluss. Auch mit Handschuhen lassen sich diese noch gut einstellen und zuvor greifen. Lediglich die Belüftungstaschen sind im Bezug mit Handschuhen beim Wintertrekking nur schwer bis gar nicht (Fäustlinge) zu bedienen. Hier würde man sich vielleicht noch Hilfsmittel wünschen. Blickt man jedoch auf die bereits geschilderten Eindrücke zum Klima innerhalb der Jacke, so werden die Belüftungstaschen ohnehin nur für das Verstauen von Kleinkram gebraucht.

Den Verstaumöglichkeiten werden wir uns nun auch hier widmen und blicken so z.B. auf jeweils zwei RV-Seitentaschen, RV-Ärmeltasche und eine RV-Innentasche. Die letztgenannte Tasche ist eher etwas für das Basislager, als wahrlich für den Toureinsatz. Unser Eindruck war der, dass man die Tasche wohl eher umständlich erreicht und es praktischer ist, auf die anderen Taschen auszuweichen. Gänzlich auf die Tasche verzichten möchten wir jedoch auch nicht. Nachdem wir uns nun mehrfach mit den Belüftungstaschen an der Seite beschäftigt haben, widmen wir uns daher mal mit der Ärmeltasche. Diese Tasche könnte prinzipiell für alles genutzt werden, was man dringend braucht, was klein ist und auf Tour ständig rein und raus gekramt wird. Beste Beispiel hierfür wäre der Kompass, der Kartenausschnitt, die niedergeschriebene Wegbeschreibung oder das GPS-Gerät. Zu viel oder zu sperrig sollte das jeweilige Ausrüstungsteil jedoch auch nicht sein, da wenn schon nicht der Platzanspruch das Verstauen verhindert, dann jedoch das Tragegefühl. Im Winter kann man darin jedoch beim Skifahren gut den Skipass verstauen.

Beim Klettern…

Was beim Trekking der Rucksackschultergurt, ist beim Klettern der Hüftgurt. In beiden Fällen sind es ko-Kriterien für die Erreichbarkeit der Taschen, die die Snaefell jedoch nicht fürchten muss. Beim Klettereinsatz wird man sich zum einen über das elastische Material freuen, aber auch über vorgeformte Ellenbogen und eine Kletterhelm-kompatible Kapuze.

Fazit

Hatte man „früher“ noch für die Atmungsaktivität eine Softshell auf Tour im Dauereinsatz und beim starkem Regen als Wetterschutz eine reine Hardshell, so hat man nun bei NeoShell den gewonnenen Komfort, dass man unterwegs nicht mehr die Jacke wechseln muss. Das Abspecken des Rucksackgewichts ist zugleich ein schöner Nebeneffekt.

Was den Tragekomfort angeht, so hat man bei Polartec® alles richtig gemacht. Auf der Haut und außen fühlt man weiche Materialien, die auch beim Dauereinsatz nicht unangenehm werden, im Falle von Regen jedoch auch eine Regenjacke in der sich noch über Stunden das Wetter aushalten lässt. Nimmt man bewegungsintensive und schweißtreibende Aktivitäten in die Wertung, so war man selbst bei Anstiegen mit Schneeschuhen oder Skier, bei denen man sonst jede herkömmliche Dreilagenjacke vollgeschwitzt hätte, noch angenehm trocken auf der Jackeninnenseite.

Im direkten Bezug zur 66°North Snaefell muss man noch beachten, dass man hier ein universelles Modell in den Händen hält, was sich je nach Wahl des Midlayers für jede Wetter- und Temperaturlage eignet. Im Gegensatz zur Velourvariante hat man hier jedoch keine zusätzliche wärmespendende Schicht am Leib.

Von unserer Seite ein klare Empfehlung für die Jacke, die es als vorgestellte Damen- (66 North – Women’s Snaefell Jacket) und auch als Herrenversion (66 North – Snaefell Jacket) bei den Bergfreunden gibt. Nur kleine, ungünstige Details wie das Handling mit Handschuhen oder eben diese Anbringung der Innentasche kostet der Jacke unseren „Editor`s Choice“-Award, wer darüber hinweg blicken kann, der wird die Jacke lieben.

Details

Material: Polartec NeoShell (48% Nylon, 25% Polyester, 27% Polyurethane)
Belüftung: keine PitZips, dafür über RV-Seitentaschen
Taschen: 2 RV-Seitentaschen, RV-Ärmeltasche, RV-Innentasche
Gewicht: 458 g (mittlere Größe) bei den Damen, 514 Gramm (mittlere Größe) bei den Herren
Extras:
  • voll verstellbare Kapuze mit integriertem Schirm
  • verstellbare Ärmelbündchen
  • Kordelzug im Saum
  • Kinnschutz
  • vorgeformte Ellbogen
  • verlängertes Rückenteil
  • Praktische Kartentasche vorn am linken Ärmel
  • Innentasche mit Reißverschluss für kleine Gegenstände
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