Browsing Archive März, 2012

Exped SynMat UL 7 – Ultraleichte Isomatte mit Kunstfaserfüllung im Test

Wie man sich bettet, so liegt man… Man kann sich natürlich ausschließlich mit seiner Outdoorbekleidung für Touren beschäftigen und dort die Meinung vertreten, dass man diese auf Tour weit häufiger als einen Ausrüstungsartikel nutzen wird. Wer jedoch auch die Ausrüstung vernachlässigt und sich für das Nachtlager keine vernünftige Kombination aus Isomatte und Schlafsack besorgt, der wird die nächste Etappe weit weniger entspannt leisten können. Auf unseren Touren in Schottland haben wir eine Isomatte der Marke Exped als Schlafunterlage getestet und so weit schon einmal verraten, haben wir in den Highlands sehr gut gelegen.

Exped SynMat UL 7

Beginnen wir mal beim gewöhnlichen Tagesablauf und da verbringt eine Isomatte wohl die überwiegende Zeit im Rucksack. Das Packmaß dieser Luftmatratze ist jedoch nahezu verschwindend gering und so lässt sich die Isomatte in wohl jeden noch so voll gepackten Trekkingrucksack mühelos verstauen. Wir hatten zuvor schon Matten der Marken Therm-a-Rest und Artiach auf Tour getestet und können so die Form ganz gut vergleichen. Exped wählt hier eher die schlanke, aber höhere Variante. Ohne die Matte nun selber bereits in den Händen zu halten, kann sich jeder mal den Rucksack vollstopfen und versuchen einen Knirps seitlich in das Hauptfach zu stopfen. Im direkten Vergleich könnte man nun eine Dose Ravioli ebenfalls seitlich in den Rucksack stecken. Die Verdrängung ist wesentlich höher, gibt aber jedoch einen guten Eindruck davon wie das Verhältnis von Exped SynMat UL7 bezogen auf eine Therm-a-Rest NeoAir bzw. Artiach Skin Micro Lite wäre.Das Gewicht von unter 400 g für die „S“ Variante ist ohnehin keine Rede mehr wert und bietet sich an für Gramm-orientierte Wanderer die auf ihren Trekkingtouren eher das Leichtgewichtswandern bevorzugen.

Am späten Nachmittag oder Abend das Etappenziel erreicht, geht es nun ans Aufblasen der Isomatte. Premiere ist hierbei im Vergleich zu anderen Herstellern und somit Isomatten, dass Exped zwei statt ein Ventil für die Isomatten nutzt. Klassische Flachventile sorgen dafür, dass immer nur ein Weg funktioniert. Entweder man bläst die Luft hinein oder nutzt das andere Ventil und lässt die Luft heraus. Es ist zwar etwas schwieriger die Luft im ersten Moment hinein zu blasen, es ist aber als Gesamtaufwand betrachtet eher unbedeutend. Die klassische Einventil-Isomatte hatte so z.B. zum Ende hin den Nachteil, dass man gegen die ausströmende Luft erst noch gegen pusten musste, damit man die Matte auch stramm gefüllt hat. Bei der Exped Isomatte ist dies nun erst mal verdreht, erst einmal die „Rücklaufklappe“ überwinden und dann entspannt weiter pusten.

Binnen sehr kurzer Zeit ist auch diese Isomatte aufgeblasen und die Wortwahl verrät bereits, dass es sich hierbei um keine Matte mit integrierter Pumpe handelt. „Schwarz vor Augen“ muss man aber auch nicht fürchten, denn es fordert keine großen Anstrengungen oder Zeit diese Matte für das Nachtlager zu füllen.

Während der Nacht liegt man komfortabel in allen Richtungen. Nach unten hin sorgen 7 cm für einen sehr angenehmen Schlaf und eine Breite von 52 cm in Kombination mit 8 Luftkammern bietet genügend Platz und sehr ruhige Schlafbedingungen. Luftmatratzen mit weniger Kammern neigen oft dazu, dass man bei Bewegungen gern durchgeschaukelt wird. Wenn man in der Nacht einen unruhigen Schlaf haben sollte, so kann man durch dieses Schaukeln auch wieder komplett wach werden. Die Exped Isomatte verhielt sich jedoch vorbildlich. Egal ob man nun nach rechts, nach links oder sonst irgendeine Bewegung gemacht hat, die Matte blieb starr und bereitete geruhsame Nächte.

Am Morgen bietet das Flachventil für das Luftablasen den gleichen Komfort wie das andere Ventil den Abend zuvor. Die ultraleichte Isomatte entleert sich binnen Sekunden bzw. wenigen Minuten und lässt sich wieder in dem kleinen Packsack verstauen.

Fazit

Wer eine wahrlich leichte Dreijahreszeiten-Isomatte sucht und dabei auf Komfort nicht verzichten mag, der ist mit der Exped SynMat UL 7 sehr gut beraten. Bei einer Körpergröße von 1,90 m wäre auch die Größe „S“ interessant, wenn das Gewicht der Isomatte im Fokus steht. In diesem Fall läg zwar nicht der komplette Körper auf der Matte, wäre jedoch noch zu verschmerzen, erst recht wenn man auf dem Bauch schlafen würde.

Eine ausführliche Produktvorstellung findet man wie gewohnt für den Trekkingbereich auf HikingGear wo wir die Exped SynMat UL 7 ausführlich vorgestellt haben.

READ MORE +

Merrell Refuge Core Mid GTX – Leichte Trekkingschuhe im Test

Griffiges Profil, einen guten Halt und kombiniert mit einem niedrigen Gewicht, im Bereich der Outdoorschuhe gibt es zahlreiche Modelle vom leichten Wanderstiefel bis hin zum Trekkingschuh. Getestet haben wir auf Trekking- und Bergtouren u.a. in Schottland Schuhe der Marke Merrell. Ein Modell war der Merrell Refuge Core Mid GTX, der sich in den Schottischen Highlands beim Trekking und Bergsteigen beweisen konnte.

Merrell Refuge Core Mid GTX

Das schottische Klima, die abwechslungsreiche Landschaft von schroffen Bergen bis hin zur Moor- und Sumpflandschaft bieten ein abwechslungsreiches Terrain für die Sohle. Merrell setzt auf eine Sohle der Marke Vibram, die aufgrund des Stollenprofils auch dann noch in den Bergen guten Halt bot, wenn man zuvor noch im Tal über sumpfigen Untergrund lief. Sollte sich mal tatsächlich etwas in der Sohle verfangen haben, so löste sich dies direkt von selbst und ist daher eine klare Empfehlung für Trekking- und Wandertouren bei denen man bei jedem Wetter und auf jedem Untergrund unterwegs ist.

Der Tragekomfort lässt keine Wünsche übrig und Merrell bietet auch hier wieder einige Details, die das Wandern so angenehm wie möglich erscheinen lässt. Auch wenn z.B. der Untergrund überwiegend felsig gewesen ist, so bot das System aus dem anatomisch vorgeformten Fußbett von Ortholite, einer EVA-Zwischensohle und dem unter der Ferse befindlichen zusätzlichen Dämpfungselement ein System was die Wegstrecke zumindestens an den Füßen vergessen ließ und unterwegs für eine gute Dämpfung sorgte.

Das Zusammenspiel aus Höhe und Gore-Tex Membran erweist sich gerade in der Zeit zwischen Herbst und Frühling als gute Wahl. Die Temperaturen sind noch nicht hoch, das Wetter ist wechselhaft und meist sehr regnerisch. Auf Trekkingtouren in Skandinavien und Schottland gibt es neben dem traditionell sehr wechselhaften Wettermit überwiegend Regen auch noch das beliebte Furten auf den Wegen. Es ist zwar ein gewisse Entscheidungsfreude, Mut und Entschlossenheit zu erwarten wenn man mit den Schuhen durch einen Fluß steigt, ist man jedoch trittsicher und entscheidet sich für eine nicht allzu tiefe Wegpassage kommt man trocken und sicher voran. Die Gore-Tex Membran sorgt jedoch nicht nur in Bächen und Flüßen für trockene Füße, sondern bietet auch in der moorigen Hochebene wie auch im Regenschauer guten Wetterschutz, den man auf Tour nicht missen mag. Sorge um die Schuhe muss man bei den gewählten Materialien aber auch nicht haben, denn der Oberbau aus Nubuk- bzw. Suedeleder verzeiht auch mal, wenn man vom Weg abkommt und durch den Schlamm läuft.

Fazit

Die Merrell Refuge Core Mid GTX haben sich sehr gut auf unseren Touren präsentiert. Egal wie der Untergrund letztendlich gewesen ist, man konnte sich darauf verlassen, dass man einen guten Halt hatte und die Füße trocken blieben. Auf Trekkingtouren ist man bekanntlich auch mit schwererem Gepäck unterwegs und auch wenn der Rucksack „nur“ 13 kg wog, so konnte das verhätnismässig leichte Schuhwerk auch dann noch guten Halt bieten, wo man sonst vielleicht zu richtigen Trekkingstiefeln gegriffen hätte. Das integrierte Kunststoffgelenk im Schaft stabilisiert spürbar den Fuß auf Tour und sorgt so für ein sicheres Auftreten auch mit Gepäck.

READ MORE +

The North Face Point Five Pant – Gore-Tex Pro Shell Hose im Test

Eine Berghose der Spitzenklasse verspricht die Marke The North Face mit der Point Five Pant, die es sowohl für Herren als auch für Frauen gibt. Die Hose ist Teil der Summit Series der Marke in der vorallem Produkte zusammengefasst sind, die von Simone Moro, den Pou Brüdern und den vielen weiteren Athleten des The North Face Athletenteams auf ihren Expeditionen bei Winterbesteigungen und auf neuen Kletterrouten bereits im Einsatz waren. Mit der The North Face Men’s Point Five Pant hat man so z.B. eine von Simone Moro expeditionserprobte wetterfeste Kletterhose für Expeditionen sowie polare und alpine Unternehmungen.

Wir haben die Hose nun in den Schottischen Highlands selber im Einsatz gehabt und konnten uns daher selber mal ein Bild machen. Beginnen wir beim An- und Ausziehen, wo die Hose mit einem durchgehenden Reißverschluss versehen ist. Auf Hüfthöhe befindet sich jeweils ein halber Klettgürtel, auf Knöchelhöhe ein Druckknopf. Unter beiden Befestigungen liegt ein RV-Zipper wodurch man entweder die Hose zum Lüften auf Tour von oben bzw. unten öffnen kann. Gerade wenn man die Hose dauerhaft auf Tour trägt bietet dies natürlich neben dem atmungsaktiven Material der Hose eine gute Lösung für das Wohlfühlklima. Wer die Hose schnell mal überziehen will, der kann die Hose ruckzuck anbekommen, wenn er beide RVs gleichzeitig bis zum Maximum öffnet, hierfür sollte es jedoch nicht windig sein.

Die The North Face Hose besteht aus einer wasserdichten und atmungsaktiven Gore-Tex Pro Shell (70D 147 g/m² 100 % Nylon 3L GORE-TEX Pro in Leinwandbindung, Micro Grid-Gewebefutter). Das Material hält zwar schon einiges aus, aber auch hier sei darauf verwiesen, dass es eben auch bei diesem robusten Material Grenzen gibt und The North Face so z.B. nicht ohne Grund Patches an den Knöchelinnenseiten für widerspenstige Steigeisen angebracht hat. In unseren Einsätzen kam es zwar zu keinem Materialverschleiß, die Erwartungshaltung einiger Konsumenten ist aber wohl höher als die Materialien leisten können. Vergleicht man das Material jedoch mit anderen Membranen bzw. Stoffe, so hat man bei dieser Hose durchaus etwas sehr festes und robusteres in den Händen, als wenn man sich beispielsweise Gore-Tex Active Shell oder das Paclite Shell anschaut. Beide Materialien erheben aber auch nicht den Anspruch robust zu sein, sondern die Atmungsaktivität bzw. das Gewicht stehen im Vordergrund.

Der Tragekomfort ist sehr gut, schwierig ist es jedoch für große Personen die passende Größe zu finden, da die Hose nur in „Regular“ erhältlich ist. Wie schon angesprochen besitzt die Hose ein verstellbares Bundsystem mit integrierten Gürtel. Man braucht somit keinen weiteren Gürtel, der z.B. beim Tragen von Rucksack bzw. Klettergurt scheuern könnte. Auf die verstellbaren Hosenträger haben wir auf unserer Tour verzichtet, das normale Bundsystem war vollkommen ausreichend und wer wie wir auf das Hosenträgersystem verzichten kann, der kann dies spielend einfach via Druckknöpfe entnehmen. Die Hose wird dadurch natürlich auch noch mal etwas leichter, wenn auch nur geringfügig weniger als die 700 g, die die Hose im „Auslieferungszustand“ auf die Waage bringt. Erwähnenswert ist auch das elastische Rückenteil mit einem gebürsteten Futter.

Sehr gut fanden wir die Beinabschlüsse, wo eine innen angebrachte Gamasche den Schmutz abhielt und zugleich aber auch nicht störte. Aufpassen sollte man nur bei der Schuhwahl, wobei man bei dieser sehr technischen Berghose in der Regel hohe Bergstiefel und nicht halbhohe Wanderschuhe tragen wird. Sollte man denoch diese Hose mit Halbschuhen tragen wollen, so sei darauf hingewiesen, dass die Gamasche hierfür zu kurz ist und somit nicht bündig mit dem Schaft der Schuhe abschließen werden.

Ob man die Hose nun auf Bergtouren in Kombination mit Steigeisen tragen wird oder im Winter sie z.B. auf Schneeschuhtouren nutzen mag, die Patches auf der Innenseite schützen die Hose gut vor den spitzen Zacken und verlängern somit die „Lebenszeit“ der Hose.

Fazit

Wer nicht gerade ultraleicht auf Tour ist, wo die Regenhosen in der Regel nur 200 g wiegen und wer der Hose etwas mehr abverlangen will, der findet in der Point Five Pant genau die richtige Hardshellhose. Nachteilig wäre lediglich das Gewicht der Berghose mit 700 g zu nennen, wobei es auch hier wieder schwerere Modelle gibt. Das GORE-TEX® Pro Shell Material ist jedoch deutlich robuster als die bereits genannten Modelle mit Paclite oder ActiveShell, also genau richtig wenn man auf Tour nicht immer 100% Rücksicht auf seine Bekleidung und Ausrüstung nehmen kann.

Vom Tragekomfort gibt es ebenfalls keine Abstriche, wünschenswert wäre es nur, wenn The North Face die Hose auch in längeren Größen anbieten würde.

READ MORE +

Tatonka Airy 25 – Egal ob im Winter, in den Bergen oder auf Tagestour eine gute Wahl

Es gibt Rucksäcke, die sich für eine Vielzahl von Outdooraktivitäten anbieten. Einer dieser Rucksäcke für jede Lebenslage ist für uns der Airy 25 von der Marke Tatonka.

Wenn es einen auf große Tour in die Berge zieht, so wird man bei dem Tatonka Rucksack die Vorzüge der Materialschlaufen am Hüftgurt zu schätzen wissen. An diesen Materialschlaufen kann man seine Ausrüstung wie z.B. Expresse befestigen oder auch so sein  Rüstzeug für das Klettern griffbereit verstauen. Für den Notfall in den Bergen, aber nicht nur dort, bietet der Tatonka Airy 25 ein Fach in dem sich eine kleine signalfarbende Plane verbirgt. Diese Plane ist via Klettverschluss befestigt, lässt sich jedoch bei geöffneten RV auch auf der Außenseite herunter hängen. Sowohl die Farbe des kleinen Alpinrucksack wie auch die Farbe der Plane machen diesen Rucksack nahezu unübersehbar, wenn es darauf ankommt gesehen zu werden.

Im Winter wird man den Rucksack zu schätzen wissen wenn man vorallem mit Schneeschuhen auf Tour ist, denn hier bietet der leichte Rucksack eine gute Bewegungsfreiheit und im Falle des Transport der Schneeschuhe bieten die Schlaufen auf der Vorderseite des Rucksack die Möglichkeit diese stramm am Rucksack zu verschnüren. Gegen Verschleiß der Materialgurte sind diese noch verstärkt und verzeihen dann auch den Kontakt mit den scharfen Zacken der Schneeschuhe.

Wer hingegen den Tatonka Airy 25 als leichten Tourenrucksack für die nächste Wandertour sucht, der findet in diesem Modell einen äußert leichten und vielseitigen Rucksack. Wer will kann diesen Tagesrucksack auch noch etwas mehr abspecken und so noch etwas mehr Gewicht sparen. Bei einem Gewicht von 1000g kann man aber auch mit diesem Gewicht sehr zufrieden sein.

Egal ob es einen in die Alpen oder nur in die Mittelgebirge zieht, das Tragesystem ist natürlich bei jeder Tour das gleiche und auch hier lässt sich am Vent Comfort-Tragesystem nichts negatives entdecken. Der mittige Belüftungskanal bei dem Vent Comfort System und ein luftdurchlässiger AirTex-Bezug sorgen für eine angenehme Luftzirkulation am Rücken. Die beiden seitlichen Schaumstoffpolster ermöglichten einen angenehmen Sitz auf unseren Touren.

Abmessungen: 57 x 22,5 x 14 cm
Volumen: 25 l
Gewicht: 1,00 kg
Tragesystem: Vent Comfort-System
Material 1: T-Rip Light
Material 2: Cordura 100 DEN Dobby

Wenn die Rucksäcke von Tatonka nicht schon die Preiskarte als Trumpf gezogen haben, so bieten sie spätestens beim Blick auf die Ausstattung und Verarbeitung ganz klar Pluspunkte und hinterließen nun auch spätestens auf Tour einen sehr guten Eindruck. Unterm Strich gibt es von uns klar ein Kauftipp für alle, die einen guten und leichten Allrounder als Rucksack haben wollen.

Bild: Tatonka
READ MORE +

Tubbs Women’s Xpedition – Leichte Schneeschuhe mit perfekter Bindung im Test auf Tour

Scheeschuhwandern hat das Zeug zum Volkssport Nummer 1 im Winter. Die Vorteile sind ganz klar definiert: Kein Skipass und keine Berge nötig, starten kann man eigentlich schon bei ausreichend Schnee direkt vor der Haustür. Winterausrüstung braucht man leider auch hier und so sind Schneeschuh Testberichte besonders interessant mit denen man vor dem Kauf bereits sich ein Bild machen kann.

Wir haben uns nun auf den Outdoorseiten in den vergangenen Monaten ausgiebig mit einigen Modellen beschäftigt und hierbei sowohl verschiedene Hersteller, als auch verschiedene Schneeschuharten angeschaut und auf unseren Tour getestet. Von der Firma Tubbs haben wir uns für die Xpedition entschieden. Hauptaugenmerk war hier die Verwendung für Lastenträger auf Trekkingtouren. Die Vielseitigkeit war für uns bei der Wahl ebenfalls ausschlaggebend, denn zum einen lassen sich die Schneeschuhe auf Tagestouren einsetzen, gleichzeitig sind sie aber auch von der Größe optimal für Touren mit Gepäck.

Wenn man sich Schneeschuhe aussucht sollte man auf mehrere Punkte achten. Man sollte sowohl auf das Gewicht, als auch auf das Handling besonders achten. Unser vorliegendes Modell wiegt 1800 g (Tubbs Women`s Xpedition 25), die „vergleichbare“ Männerversion wiegt natürlich noch etwas mehr, gut vergleichen kann man jedoch das Handling.

Bindung

Theorie und Praxis sollte man nicht vermischen, sondern man sollte sich bei der Wahl des passenden Schuhs bzw. dementsprechend der dort verwendeten Bindung auch immer die tatsächlichen Realbedingungen vorstellen. In der Regel legt man die Schneeschuhe inmitten einer weißen Winterlandschaft an. Die Schuhe sollten nahezu problemlos hineinrutschen und unkompliziert fixiert werden. Im Idealfall greift man nur kurz in den Schnee an die Bindung bzw. muss dort nur fix etwas an der Bindung justieren. Hier trennt sich jedoch die Spreu vom Weizen, denn es gibt in der Praxis komplizierte und unkomplizierte Bindungen, die sich zuvor auf Trockenübungen eigentlich als leicht präsentieren. Nehmen wir z.B. die Ratschenbindung. Man nehme einen Kunststoffgriff der eigentlich nur stramm gezogen und die Arretierung zurückgeschoben werden muss. Die Theorie sagt, dies geht spielend einfach. Nehmen wir nun Faktor dicke Handschuhe hinzu, kombinieren es mit einer Mischung aus Eis und Schnee und schon hätte man eine Situation wo man nach kurzer Zeit die Handschuhe auszieht, mit den Fingern in den Schnee greift und bei kalten Temperaturen die Kunststoffsenkel stramm zieht. Dies macht man zweimal, zum einen um die Bindung für die Schuhe zu lösen und einmal um die Schuhe wieder zu fixieren. Desto mehr Bindungen man hat, umso öfter hat man diese zu lösen und fixieren. Je nach Geschick kann es sogar notwendig sein, dass man die Bindung sogar nur zu zweit gut eingestellt bekommt.

Anders und spielend einfacher geht die ReAct Bindung von Tubbs. Über eine Zuglasche auf der Oberseite löst man die Bindung, der Schuh kann sich auf die Platte setzen und über zwei Riemen an der Seite spannt man die Bindung wieder. Dies geht ohne, aber auch vorallem mit Handschuhen wunderbar einfach. Damit der Schuh nicht aus der Bindung rutscht, wird der Schuh an der Ferse fixiert. Da man diese jedoch im Gegensatz zu den Fußspitzen bei Bedarf aufrichten kann, darf diese dann auch wieder altmodisch schwerer gehen. Mit einem minimal höheren Arbeitsaufwand hat man auch diese wieder gut eingestellt.

Steighilfe

Die Steighilfe der Tubbs Xpedition verrichtet gute Dienste und erleichtert spürbar den Aufstieg. Selbst wenn man keine langen Aufstiege in den Alpen plant, so erleichtern sie auch in den Mittelgebirgen den Gang nach oben und sollten eigentlich an keinen Schuhen fehlen. Auf die Steighilfe verzichten würde man wohl nur dann, wenn man Touren in der Lüneburger Heide unternimmt, für jede Tour in den Mittelgebirgen und natürlich auch in den Alpen ist aus unserer Sicht eine Steighilfe eine lohnende Investition. Diese kleine Hilfe lässt sich spielend leicht aus- bzw. wieder einklappen. Der Trick ist der, dass man den Trekkingstock so waagerecht wie möglich an den Bügel ansetzt. Drückt man den Bügel aus leicht waagerechter Position mit den Trekkingstöcken nach vorn, so richtet sich die Steighilfe fix auf.

Steigzacken

Eine gute Mischung hat Tubbs bei der Wahl der Steigzackenanzahl getroffen. Es kommt immer auf den Gehstil mit Aluminium Schneeschuhen an, jedoch kann man mit den Schneeschuhen je nach Auftreten einen guten Halt bekommen, gleichzeitig lässt sich mit den Tubbs Women`s Xpedition auch sehr gut kleine Hänge hinuntergleiten. Der runde Aluminiumrahmen, der frei von Zacken ist, ist hierfür natürlich förderlich. Wer jedoch nicht rutschen mag, der kann sich aber auch auf die Steigzacken verlassen. Alles eine Frage ob man eine gleitende oder stapfende Gehbewegung macht.

Fazit

Der Trumpf der Tubbs Xpedition ist erst einmal der Preis, denn für ~200 € bekommt man sehr gute Schneeschuh-Modelle geboten. Einen weiteren Pluspunkt bietet jedoch auch die sehr gute Schneeschuhbindung. Diese lässt sich ohne großen Aufwand und sogar mit Handschuhen sehr schnell selber einstellen. Bei anderen Modellen ist es da eher geboten, dass man die Schneeschuhe bereits Zuhause auf die Winterschuhe eingestellt hat.

READ MORE +