Browsing Archive Juni, 2013

Optimus Crux – Gaskocher mit einklappbaren Brennerkopf im Test

Der Optimus Crux im Praxistest in der Outdoor-Küche, wo ein leistungsstarker Gaskocher mit kleinstem Packmass benötigt wird. Inzwischen ist der Crux so etwas wie ein Klassiker, denn es gibt den Kocher der schwedischen Marke Optimus schon seit mehreren Jahren und auch wir hatten den Kocher im Outdoorseiten Netzwerk bereits an mehreren Stellen vorgestellt, getestet haben wir den Kocher nun im mehrtägigen Einsatz auf dem Bloggertreffen der Bergfreunde in den Bergen.

Optimus Crux

Optimus Crux im Überblick

Optimus Crux im Überblick

Der Optimus Crux war zu seiner Markteinführung der ultimative Kocher für das Ultralight-Trekking. Inzwischen ist er mit seinen 83 g zwar immer noch sehr leicht, aber schon der Crux Lite der gleichen Marke oder eben die Kocher von EOE sind noch mal in der Zwischenzeit leichter geworden.Was jedoch geblieben ist, sind sein minimales Gewicht und das kleine Packmass mit der ausgezeichneten Kochleistung.

Bajonettverschluss vom Optimus Crux

Bajonettverschluss vom Optimus Crux

Was damals wie heute jedoch das faszinierendste Element am Kocher ist, kann man beim Transport erleben, denn durch den innovativen, einklappbaren Brennerkopf sitzt der zusammengeklappte Optimus Crux beim Transport platzsparend im Hohlraum der mitgenommenen Gaskartusche.  Durch den Bajonettverschluss unterm Brennerkopf kann man diesen nun flach an den Kocherfuß klappen. Die Neoprentasche vom Kocher stülpt man dann einfach über den Boden und befestigt ihn dann auf der anderen Seiten am Deckel.

Optimus Crux im Praxistest

Optimus Crux im Praxistest

Blickt man nun auf die Leistung des Gaskocher, so wird einem bei durchschnittlicher Brenndauer mit einer 220 g Gaskartusche bis zu 60 Minuten volle Leistung geboten. Die Leistung selber wird beim Optimus Crux mit bis zu 3000 Watt angegeben.  Natürlich abhängig vom Klima, Höhe etc. würde  die durchschnittliche Kochzeit für 1 l Wasser nur 3 Minuten betragen.

Brennstoff Butan/Propan Gaskartuschen
Durchschnittliche Brenndauer bis zu 90 min bei voller Leistung (230 g Gaskartusche)
Durchschnittliche Kochzeit für 1 l Wasser ~ 3 Minuten je nach Klima, Höhe etc.
Gewicht (g) 83
Im Lieferumfang enthalten Brenner, Ventil und Schutztasche
Leistung (BTU) 10200
Leistung (W) 3000
Masse (cm) 8,4 x 5,7 x 3,1
Technologie Gas

Fazit

Der Optimus Crux hat sich in dem mehrtägigen Testevent von seiner besten Seite zeigen können. Auf den ausklappbaren Topfauflagen haben in den Tagen auch größere Töpfe einen guten Stand gehabt, auch wenn hier natürlich ein geringerer Schwerpunkt wiederum mehr Sicherheit bietet. Mit dem ebenso klappbaren Brennerkopf kann man den ohnehin anfallende Platz unter den Kartuschen sinnvoll ausnutzen und hat so den Kocher schön griffbereit auf Tour.

Sicherlich gibt es leichtere Kocher, für uns ist der Optimus Crux aber immer noch ein zuverlässiger Klassiker, bei dem man auch auf Trekkingtouren die Piezo-Zündung nicht vermissen würde.

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Falk LUX 22 – Einsteiger-Outdoor-Navigationsgerät von Falk im Test

Die Redaktion hat ein Outdoor-GPS Gerät auf Touren im Winter und Frühjahr von Falk getestet, natürlich ein Modell zum universellen Einsatz draußen in der Natur. Dem Falk Lux 22 haben wir beim Wandern, Radfahren und Geocaching mal einiges abverlangt und stellen Euch nun mal in Form eines Testbericht dar, wie sich das Navigationsgerät auf Tour geschlagen hat.

Falk LUX 22 im Praxistest

Falk LUX 22 im Praxistest

Es gibt viele GPS-Geräte, Modelle für den kleinen Geldbeutel und natürlich auch welche für den großen Geldbeutel. Das Lux in der Bezeichnung „22“ ist eher das Modell für den kleinen Geldbeutel, bei dem man Abstriche machen muss, diese sich jedoch in einem Rahmen bewegen, wo GPS-Neulinge auch erst einmal nicht den großen Wert legen würden. Anders als z.B. bei den Einsteiger-Geräten von Garmin beginnt hier das Sortiment der Geräte in der Basisversion mit einer farbigen Kartendarstellung. Das Einsteigergerät hat sogar bereits eine vorinstallierte Basiskarte Plus, die Modelle LUX 30, 32 und 40 wiederum eine Premiumkarte.

Karte

Links: Premiumkarte beim Falk IBEX 30 Rechts: Basiskarte Plus beim Falk Lux 22

Links: Premiumkarte beim Falk IBEX 30 Rechts: Basiskarte Plus beim Falk Lux 22

Wer zuvor schon mal die Premiumkarte in einem IBEX besessen hat, wird diese nun beim LUX 22 vermissen. Sie ist für die ersten Schritte mit einem Outdoor-Navigationsgerät vollkommen ausreichend, bietet jedoch nicht diese kontrastreiche Farbtiefe, Kartendetails und wohl auch die POIs. Letztere sind jedoch auch in der Basiskarte ausreichend vorhanden. Die Schutzhütten und Unterstände werden auch hier wieder angezeigt, lediglich die Kartendetails wie Laub-, Mischwald, Lichtung oder dergleichen kommt bei der Basiskarte dann doch etwas zu kurz.

Kartenausschnitt bei der Basiskarte Plus

Kartenausschnitt bei der Basiskarte Plus

Das Falk LUX 22 kann beim Radfahren überzeugen, deutlich schöner ist es jedoch beim Wandern oder Bergsteigen, wo man das Gerät überwiegend in der Hand hält. Mehr überzeugen beim Radfahren kann jedoch das IBEX 30 durch sein größeres Display. Das LUX punkten dann wiederum eher durch seine Handlichkeit.

Bedienbarkeit

Einfach handlich, das Falk LUX 22

Einfach handlich, das Falk LUX 22

Die seitlichen Tasten öffnen einmal das Menü, um die Helligkeit und den Ton einzustellen bzw. der untere Knopf startet oder pausiert die Trackaufzeichnung.

Beispiel für das Menü vom Falk LUX 22

Beispiel für das Menü vom Falk LUX 22

Auf dem Display seht Ihr sicherlich in den Bildern im unteren Bereich Symbole. Auch hier hat man direkten Zugriff auf das Live-Höhenprofil, den Kompass oder eben auf das eigentliche Menü. Bewerten würden wir die Bedienbarket als außerordentlich gut, denn so als kleines Beispiel kann man die Menüpunkte selbst anordnen und somit Regie führen, welche Punkte einem wichtig und welche unwichtig erscheinen. Das Blättern durch die Menüseiten entfällt dann wiederum. Auch gut, zugleich aber auch ein Detail, was vielleicht auch unnötig die Anzahl der Menüpunkte nach oben treibt, das Drücken der Symbole schaltet jeweils die Funktion ein bzw. aus. Eine Liste mit Auswahlkästchen würde die Anzahl der Menüseiten verkleinern, andererseits sieht man anhand der Bilder als Anfänger genau, was die jeweilige Auswahl bewirkt.

Energieversorgung

Zwei eneloop Akkus - Typ AA, darunter der Slot für eine optionale MicroSD und der verdeckte USB-Anschluss

Zwei eneloop Akkus – Typ AA, darunter der Slot für eine optionale MicroSD und der verdeckte USB-Anschluss

Beim Punkt Energieversorgung muss man ja immer abwägen, wo verwendet man das GPSGerät, kann ich es unterwegs aufladen, brauch ich Akkus oder Batterien, usw. Das Lux ist eher das Gerät für Wanderungen, mit Blick auf das Kartenangebot an Premiumkarten so lassen sich bereits Trekkingtouren auf Mallorca, Bergtouren in den Alpen usw. durchführen, was man hier in der Regel nicht immer zur Verfügung hat, wäre eine Steckdose. Insofern ist der Blick ins Batteriefach erfreulich, denn hier passen zwei normale AA-Batterien bzw. Akkus hinein. Unter Umständen und natürlich abhängig von der jeweiligen Ausrüstung, hat man nun mit Stirnlampe, Fotokamera und nun GPS-Gerät, alles Geräte mit auf Tour, die eine gemeinsame Batteriesorte benötigen. Ein spezielles Akkuladegerät muss man so gar nicht erst mitnehmen.

Energie im Blick und zugleich auch das Auswahlmenü für die Batteriesorte

Energie im Blick und zugleich auch das Auswahlmenü für die Batteriesorte

Vorinstallierte Daten

Das Gerät bietet für den ersten Einstieg ein paar vorinstallierter Daten. In erster Linie beschränkt sich dies jedoch beim Lux 22 in der Anzahl der POIs. Hatte das IBEX bereits vorinstallierte Routen oder Radwege spendiert bekommen, gilt hier nun bei diesem Modell die Eigeninitiative. Dank gpsies und auch so einen Haufen an frei erhältlichen Tracks, kann man auch ohne diese Beilage das Gerät mit nützlichen Routen füttern.

Touren planen mit dem Falk LUX 22

Touren planen mit dem Falk LUX 22

Aber warum füttern, wenn man sich doch an seinem Standort direkt ein Rundkurs erstellen lassen könnte?

Trotz dieser Möglichkeit spontan eine Tour zu planen und eben neben Tracks auch Caches aufs Gerät zu ziehen, würde man spontan bei den Partnerlogos im Startscreen und dem doch mehr versprechenden „Geocaches“ Auswahlmenü irgendwie mehr erwarten. Das beim Lux 22 gebotene ist irgendwie paradox im Bezug auf die Zielgruppe, denn hier stehen ja die Anfänger im Vordergrund. Ein Anfänger will jedoch wohl in erster Linie loslegen und da nimmt man das laden der Akkus in Kauf, dass dieser Anfänger nun sich erst noch Caches und Tracks beschaffen muss, ist etwas fahrlässig, denn nicht jeder GPS-Anfänger weiß direkt, wo und wie er die Daten findet und wie er sie auf das Gerät bekommt. Wären nun wie beim IBEX 30 gut 20 Tracks im Bundesgebiet eingetragen, könnte man sich weitaus besser mit dem Gerät auseinander setzen.

Geocaching mit dem LUX 22

Geocaching mit dem LUX 22

Testfazit zum Falk LUX 22

Preislich ist das Falk LUX 22 ein guter Einstieg in die Outdoor-Navigation mit GPS. Getestet haben wir es nicht, durch Premiumkarten kann man die Basiskarte Plus für einige Regionen aufwerten und z.B. mit Karten wie von MagicMaps kann man auch Vektorkarten nutzen, die dann vielleicht auch schöner ausschauen.

Gerade für Anfänger hätte man sich jedoch vielleicht etwas mehr „vorinstalliertes“ gewünscht, wo wir Anfängern eigentlich viel eher das im Umfang größere Lux 32 empfehlen würden. Hier wird man wohl besser die ersten Schritte machen können, das Lux 22 ist dann eher etwas für diejenigen, die kurzfristig sparen und im Anschluss mehr Geld ausgeben wollen.

Tourauswertung im Anschluss

Tourauswertung im Anschluss

Zusammenfassend kann man sagen, die Lux Baureihe hat uns sehr gut gefallen und diese GPS-Geräte können wir mit Blick auf das 30 auch sehr empfehlen, mit dem 22 würden wir auf Dauer jedoch nicht glücklich und da wäre mindestens die Erweiterung des Geräts um eine Premiumkarte Pflicht.

Alle Bilder zum Falk LUX 22

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