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Exped SynMat UL 7 – Ultraleichte Isomatte mit Kunstfaserfüllung im Test

Wie man sich bettet, so liegt man… Man kann sich natürlich ausschließlich mit seiner Outdoorbekleidung für Touren beschäftigen und dort die Meinung vertreten, dass man diese auf Tour weit häufiger als einen Ausrüstungsartikel nutzen wird. Wer jedoch auch die Ausrüstung vernachlässigt und sich für das Nachtlager keine vernünftige Kombination aus Isomatte und Schlafsack besorgt, der wird die nächste Etappe weit weniger entspannt leisten können. Auf unseren Touren in Schottland haben wir eine Isomatte der Marke Exped als Schlafunterlage getestet und so weit schon einmal verraten, haben wir in den Highlands sehr gut gelegen.

Exped SynMat UL 7

Beginnen wir mal beim gewöhnlichen Tagesablauf und da verbringt eine Isomatte wohl die überwiegende Zeit im Rucksack. Das Packmaß dieser Luftmatratze ist jedoch nahezu verschwindend gering und so lässt sich die Isomatte in wohl jeden noch so voll gepackten Trekkingrucksack mühelos verstauen. Wir hatten zuvor schon Matten der Marken Therm-a-Rest und Artiach auf Tour getestet und können so die Form ganz gut vergleichen. Exped wählt hier eher die schlanke, aber höhere Variante. Ohne die Matte nun selber bereits in den Händen zu halten, kann sich jeder mal den Rucksack vollstopfen und versuchen einen Knirps seitlich in das Hauptfach zu stopfen. Im direkten Vergleich könnte man nun eine Dose Ravioli ebenfalls seitlich in den Rucksack stecken. Die Verdrängung ist wesentlich höher, gibt aber jedoch einen guten Eindruck davon wie das Verhältnis von Exped SynMat UL7 bezogen auf eine Therm-a-Rest NeoAir bzw. Artiach Skin Micro Lite wäre.Das Gewicht von unter 400 g für die „S“ Variante ist ohnehin keine Rede mehr wert und bietet sich an für Gramm-orientierte Wanderer die auf ihren Trekkingtouren eher das Leichtgewichtswandern bevorzugen.

Am späten Nachmittag oder Abend das Etappenziel erreicht, geht es nun ans Aufblasen der Isomatte. Premiere ist hierbei im Vergleich zu anderen Herstellern und somit Isomatten, dass Exped zwei statt ein Ventil für die Isomatten nutzt. Klassische Flachventile sorgen dafür, dass immer nur ein Weg funktioniert. Entweder man bläst die Luft hinein oder nutzt das andere Ventil und lässt die Luft heraus. Es ist zwar etwas schwieriger die Luft im ersten Moment hinein zu blasen, es ist aber als Gesamtaufwand betrachtet eher unbedeutend. Die klassische Einventil-Isomatte hatte so z.B. zum Ende hin den Nachteil, dass man gegen die ausströmende Luft erst noch gegen pusten musste, damit man die Matte auch stramm gefüllt hat. Bei der Exped Isomatte ist dies nun erst mal verdreht, erst einmal die „Rücklaufklappe“ überwinden und dann entspannt weiter pusten.

Binnen sehr kurzer Zeit ist auch diese Isomatte aufgeblasen und die Wortwahl verrät bereits, dass es sich hierbei um keine Matte mit integrierter Pumpe handelt. „Schwarz vor Augen“ muss man aber auch nicht fürchten, denn es fordert keine großen Anstrengungen oder Zeit diese Matte für das Nachtlager zu füllen.

Während der Nacht liegt man komfortabel in allen Richtungen. Nach unten hin sorgen 7 cm für einen sehr angenehmen Schlaf und eine Breite von 52 cm in Kombination mit 8 Luftkammern bietet genügend Platz und sehr ruhige Schlafbedingungen. Luftmatratzen mit weniger Kammern neigen oft dazu, dass man bei Bewegungen gern durchgeschaukelt wird. Wenn man in der Nacht einen unruhigen Schlaf haben sollte, so kann man durch dieses Schaukeln auch wieder komplett wach werden. Die Exped Isomatte verhielt sich jedoch vorbildlich. Egal ob man nun nach rechts, nach links oder sonst irgendeine Bewegung gemacht hat, die Matte blieb starr und bereitete geruhsame Nächte.

Am Morgen bietet das Flachventil für das Luftablasen den gleichen Komfort wie das andere Ventil den Abend zuvor. Die ultraleichte Isomatte entleert sich binnen Sekunden bzw. wenigen Minuten und lässt sich wieder in dem kleinen Packsack verstauen.

Fazit

Wer eine wahrlich leichte Dreijahreszeiten-Isomatte sucht und dabei auf Komfort nicht verzichten mag, der ist mit der Exped SynMat UL 7 sehr gut beraten. Bei einer Körpergröße von 1,90 m wäre auch die Größe „S“ interessant, wenn das Gewicht der Isomatte im Fokus steht. In diesem Fall läg zwar nicht der komplette Körper auf der Matte, wäre jedoch noch zu verschmerzen, erst recht wenn man auf dem Bauch schlafen würde.

Eine ausführliche Produktvorstellung findet man wie gewohnt für den Trekkingbereich auf HikingGear wo wir die Exped SynMat UL 7 ausführlich vorgestellt haben.

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